BÜCHER
Ab Frühjahr 2012: Dichter schlachten. Ein Krimi aus der Slamszene. Unsichtbar Verlag.
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Außerdem zu haben:
Moderne Paare teilen sich die Frauenarbeit
30 Kurzgeschichten und Merkwürdige Dialoge
156 Seiten, 9,90 Euro, Lektora Verlag., 2011.
Empfohlene Bezugsquelle: Lektora Online-Shop
Pressestimmen:
“Ich kenne weder dieses Buch noch den Autor. Auch habe ich nicht vor, etwas an diesem Zustand zu ändern. Generell ist es aber Schund.” Marcel-Reich Ranicki (Literaturpapst)
“Lesen!” Elke Heidenreich (arbeitssuchend)
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Halbneu. Kurzgeschichten.
Hellmund Verlag, 2007. Derzeit 3. Auflage.
Bei Amazon ansehen.
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Einzelne Geschichten von mir stecken auch in Anthologien, zum Beispiel in den folgenden:
- Poetry Slam – das Buch. Die 40 besten Bühnen-Texte (Carlsen)
- Fickt euch alle (Unsichtbar/Gonzo)
- Signalstärke hervorragend (Stellwerck)
- Stadtgeschehen bei Mischwetter (SchöneWorth Verlag)
- Verbum varium treverorum (Edition Wort)






“Halbneu” ist das erste Nichtfachbuch, dass ich seit einigen Jahren gelesen habe. Und habe es in keinster Weise bereut, meine Weihnachtsfeiertage damit versüßt zu haben. Ich will es mir nicht nehmen lassen, meine Meinung zu Christian Ritters Buch hier zu publizieren:
Bis heute hatte ich vier Mal die Ehre, beim Poetry Slam in Bamberg die Bühne mit dem virtuosen Autor teilen zu dürfen. Die Lektüre der 21 kurzweiligen Kurzgeschichten hat meine Ehrfurcht vor diesem Mann weiter in die Höhe getrieben.
Vor Lesen seines Buches habe ich nur wenige Stücke von Christian Ritter gekannt (drei aus Bamberg – man mag mir verzeihen, dass ich bei meinem ersten Mal etwas aufgeregt war, und eine partielle Wahrnehmungs- und Gedächtnisstörung damit einherging –, eine vom WDR); ehrlich gesagt führte ich anfangs die Gedanken, dass seine Texte teilweise etwas oberflächlich und eher konventionell wären.
Schnell stellte sich dieses „Vorurteil“ als grob fälschliche Beleidigung der Kunst, des Autoren und auch meiner Person, sprich meines in diesem Ausnahmefall schlimmen Urteilsvermögens heraus. Alle veröffentlichten Texte von Christian Ritter ermöglichen eine tiefe Sicht auf die Dinge, wie ich sie bei seinen ersten Auftritten nicht zu realisieren vermochte.
Außerdem zeigt sich in seinen Kurzgeschichten ein humoristischer wie ernsthafter Ideenreichtum, der sich in nur wenigen (Meister)Werken finden lässt.
Die coolen Erstklässler der ersten Klasse in der Anfangsgeschichte machen Appetit auf mehr als die vier bis fünf Seiten – nebenbei erwähnt sei, dass ich auch (?) ein großer Fan des angedeuteten ALF bin, er war das Idol meiner Kindheit –. Eine geile Geschichte.
„Rentner-Style“ ist eine verdammt gute Story. Schließlich wurde wohl schon jeder mal unerwünscht von einer älteren Person im Bus angesprochen. Eine ähnlich ironisch-lockere Überspitzung des erschreckend alltagsnahen Gegenstandes habe ich noch nie gelesen.
Die etwas längere Version vom amüsanten wie nachdenklichen Stück „Abzweigung links“, das Christian Ritter beim WDR – Poetry Slam zum Besten gegeben hat, wäre allein eigentlich schon das Geld für das Buch wert gewesen .
Die „Rastplatzfrage“ eröffnet eine bereits bekannte, aber trotzdem neue Welt. Im Prinzip ein soziologisch sehr wertvoller Text.
„Karl kommt“ sind sehr unterhaltsame Zeilen, allerdings habe seinen Inhalt bzw. seine „tiefere“ Bedeutung nicht ganz verstanden. Aber vielleicht muss man das hier auch gar nicht.
Eine weitere Geschichte mit großer politisch-soziologischer Brisanz ist das Szenario „Du warst Deutschland“.
„Weiter oben“ ist genial. Es ist mir aber ein Anliegen, Dir zu sagen, dass ich vor ein paar Jahren einen ähnlichen Text verfasst habe, nur in einer anderen Dimension, also kein Wohnblock als Setting. Allerdings hat das Bild des mehrstöckigen Hauses schon was Besonderes.
„Das Leise Wimmern des Küchentischs“ schreit nach einer Fortsetzung. Schreibst Du ein paar Fortsetzungen, oder hast du’s vielleicht schon? Sonst mach’s ich
Auf S. 54-59 folgt der erotische Höhepunkt in der Mitte des Buches. Gibt’s die Haltestelle „Alfter“ wirklich?
„Es ist etwas passiert“ beschreibt die in der Regel aktuell übertriebene Angst in öffentlichen Verkehrsmitteln.
„Der Tag, als Bill den Stecker zog“: Ein echt klarsichtiges Denkspiel. Dass das Internet mal ausfallen könnte, darüber habe ich schon ein paar Geschichten gelesen, aber eher weniger über mögliche konkrete Folgen. Schwierig ist wohl die große, mehr als offensichtliche Nähe zur Schleichwerbung.
Ein Schlagwort zum „Die Frau und sein Schwager“-Gewinnspiel. Die Schleichwerbung habe ich entdeckt, aber der Rest ist mir nicht ganz klar. Nichtsdestotrotz ein Text, der zum Nachdenken anregt.
Mit der ZEN-WORM-Geschichte vorher könnte ich mich gut identifizieren. Sehr lustig, und eigentlich auch lebensnah und alltäglich, mehr oder weniger.
Die Eismanngeschichten sind traumhaft. Wolltest Du mal Eismann werden, bevor Du’s geworden bist?
Kurz noch zum Aufbau des Buches: Ich finde es grundsätzlich klasse, mehrere Kurzgeschichten aneinanderzureihen. Ich hätte glaub ich nie die Geduld, ein dickes zusammenhängendes Buch zu lesen. Bei Harry Potter oder so wird’s mir schon vorher schlecht.
Der Titel “Halbneu” bedeutet einfach, dass alte und neue Kurzgeschichten zusammengekommen sind, oder? Was sind Deine Konnotationen zur Erdbeere (Titelbild, Erdbeertee …)?
Leider wurd’s nix mit FAZ oder so – dafür fehlen mir die nötigen Vitamine B –, aber ich hoffe, dass ich Deinen Ansprüchen trotzdem ungefähr genügen konnte.
Cool, dass du scheinbar wieder bei der nächsten Staffel im WDR dabei bist.
Seid Ihr mittlerweile zusammen?
Du hast das alles gelesen? Freak!
Ich möchte hinzufügen, dass ich, genau wie beim sehr wohlwollenden Zeitungartikel neulich, niemanden bestochen habe, um das zu schreiben!
Wolfgang wird lediglich beim nächsten Zusammentreffen ein
großesBier von mir erhalten, als Dank allein für den zeitlichen Aufwand, den er betrieben hat, um mein Buch zu loben. Merci bien!Auch ich bestätige, dass ich ihm meine Worte aus Wohlwollen aufgedrängt habe.
Aber da ich außer bei diversen Dozenten noch nie mit dem Autor eines Buches interagieren durfte, trieb mich ein starkes Mitteilungsbedürfnis.
P.S. 1 Der zeitliche Aufwand belief sich auf zwei Stunden gestern Abend und die Weihnachtstage, die ich in das Lesen von “Halbneu” (und “Sag doch mal was zur Nacht” von Nora Gomringer) investiert habe.
!
P.S. 2 Gern geschehen (v.A., da ich mir Deine Versprechen merken werde