Egomania // Christian Ritter


Zehn Dutzend Bilder vom Würzburger Slam
Mai 12, 2008, 9:09
Gespeichert unter: Poetry Slam

Die Überschrift ist total übertrieben, es sind nämlich nur 118 Bilder. Wie kommen wir in den Genuss? Claudia war da, beim Highlander letzten Sonntag, Claudia, die keinen Schäferhund hat und der berüchtigte Slamaniac ist. Sie war Poetenfee und hat fotografiert und ich wünschte mir, ich wäre “damals” schon so schön braun (rötlich) im Gesicht gewesen wie jetzt. Fahrradtour olé!

Anschauen kann man sich die visuellen Meisterwerke in Claudias Fotoatelier.



Indiz für Sommer
Mai 5, 2008, 10:25
Gespeichert unter: Everyday Weird

Kaum ists mal ein paar Tage warm, schon bricht die Plage aus: Man hat den halben Tag das Fenster offen und dann kommen diese Viecher reingeflogen. Ich hab sie noch nicht mal gesehen, aber seit etwa zwei Stunden macht es in den verschidensten Winkeln meines geräumigen Zimmers <bssss>, <khrks> und <ploing>, wenn die Dinger gegen die Lampe fliegen.

Da wirds wohl heute Nacht einige fröhliche Kammerjägerspiele geben. Die stabile Posterröhre aus Hartkarton kommt da gerne zum Einsatz, Deo und Feuerzeug stehen ebenso bereit. Bücher hab ich dank Diplomarbeit auch genügend hier rumliegen. Das macht am meisten Spaß: In nächtlicher Dunkelheit eine einzelne Lichtquelle auf ein aufgeschlagenes Buch (in der Hand) richten und wenn sich das instinktgesteuerte und lichtgeile Insekt draufsetzt - klapp! Ach ja, was wäre das Leben ohne Bücher …



Jakob für Würzburg
Mai 5, 2008, 2:10
Gespeichert unter: Poetry Slam

Der Würzburger Highlander-Slam

Ein kleiner Blick hinter die Kulissen

(für Nichteingeweihte: ich bin der Moderator dieser Veranstaltung)

Es war ein verdammt stressiger und chaotischer Arbeitstag: Das Autonome Kulturzentrum Würzburg machte seinem Namen alle Ehre, denn nicht wenige der Anwesenden (und nicht nur von ihnen) schienen an diesem sommerhaften Frühlingsabend sehr autonom zu handeln. Es gab so einiges:
Absagen von Teilnehmern, die sich 10 Minuten vor dem (geplanten) Beginn aus Berlin melden; bis auf klägliche zwei trudeln alle restlichen Teilnehmer so gegen irgendwann nach acht ein (Doors open: 20 Uhr), die Autobahnen sind verstaut; die Zuschauer platzen in den Soundcheck der Rahmenprogrammband mit 5 Namen, die sehr randgruppenaffin ist; der DJ muss als Koch einspringen und weil niemand außer ihm die Technik beherrscht und er mal eben duschen möchte, wird der Slam-Auftakt um eine halbe Stunde verschoben; (mehr…)



Wozu eigentlich der ganze Aufwand?
April 29, 2008, 12:51
Gespeichert unter: Uni

War eben im Prüfungsamt, meine Scheine einreichen, um mal gezielt auf die Diplomarbeit zusteuern zu können.

Das läuft dann so:
“Medienrecht, Übung.”
“Hier bitte.”
“Hauptseminar Neuere Deutsche Literaturwissenschaft.”
“Hier bitte.”
“3 Exkursionstage, Europäische Ethnologie.”
“Hier bitte.”
(und so weiter)

Am Ende dann die nette Frau zu mir: “So, dann haben wir ja alle.”
Vor mir liegen allerdings noch zwei Scheine.
Ich: “Und was ist mit den zwei Hauptseminaren in Kommunikationswissenschaft?”
Sie: “Ach? Moment… oh, die hatte ich schon angeklickt, gut dass Sie’s sagen.”

Tja, wenn man sowas nur vorher wüsste. Man könnte sich ganz easy mehrere Wochen Hausarbeitsanfertigung sparen und dafür mal öfter in Urlaub fahren.
Bei eBay gibt’s bestimmt auch nen guten Preis dafür:
HS-Schein, Uni-Bamberg, ab 1 Euro, sofort kaufen für 49,99.



Hubert van Oylen
April 23, 2008, 8:07
Gespeichert unter: Medialala

Neben meinen mannigfaltigen Tätigkeiten, die studieren, Bücher schreiben, viel viel auftreten, moderieren, eine Rockband managen und mich sponsorn lassen umfassen (exemplarische Aufzählung), bin ich auch Comedyautor beim sympathischen Internetradio Uni-Vox.

Ab heute bin ich auch Hubert van Oylen.
Hubert van Oylen ist der Star der neuen Comedyreihe “Uni-Vox unterwegs - mit Hubert van Oylen” - ein gar sinniger Titel, denn es geht um den Außenreporter Hubert van Oylen - der unterwegs ist, für Uni-Vox, in aller Welt, und darüber hinaus.
Hubert ist zeitlich und örtlich völlig ungebunden und meldet sich im Verlauf der ersten Staffel aus dem Weltall, aus einem Walfisch in der Antarktis und aus dem Götz von Berlichingen (rein exemplarische Aufzählung).

Hubert van Oylen

In der ersten Folge geht es noch etwas bodenständiger zu, Hubert ist im Bundestag und versucht, sein Mikro von Claudia Roth zurückzuerobern. Zeitgleich mit diesem Post feiert die Sendung Premiere bei Uni-Vox.
Und schon gibt es sie zum Anhören und Downloaden auf Hubert van Oylens myspace-Profil

[Copyright Uni-Vox. Text/Konzept: Christian Ritter. Aufnahmeleitung/Produktion: Philipp Süßmann]

Hubert van Oylen - unentwegt unterwegs!



Erster!
April 22, 2008, 6:48
Gespeichert unter: Poetry Slam

Alte, ständig wiederholte und zutreffende Moderatorenweisheit:
“Der Erste hats immer am schwersten!”

Es ist wieder mal soweit. Fortuna ist eine Bitch!
Nachdem ich letzten Sonntag in Fürth als Erster gezogen wurde und letztendlich den zweiten Platz gemacht habe, am darauffolgenden Montag in Ansbach als Zweiter gezogen wurde und nicht mal ins Finale kam (wie lang ists her??), wurde ich gestern in Bamberg - was wohl - wieder als Erster gezogen, habe nach Ausklammerung gerade noch so den Sprung ins Finale geschafft und wurde wieder Zweiter.

Nils Rusche hatte den Sieg gestern natürlich durch seinen Vorrundentext, der so schön und traurig war, dass ich mir hurtig Tränen wegwischen musste, völlig verdient.

Trotzdem verdamme ich alle Glücksfeen und Lotterietrommeln, die mir gerade zuverlässig die denkbar ungünstigsten Startpositionen bescheren. Wenn ich eine Hexe auftreiben kann, werde ich euch alle mit einem Fluch belegen! Ich habe schon in der Lokalpresse inseriert: “Suche rothaarige Frau, die …”

(mehr…)



Sponsoring Agreement
April 18, 2008, 10:07
Gespeichert unter: Everyday Weird, Poetry Slam

Sponsoring Agreement - das stand über dem Vertrag, den ich Montag Morgen mit der SOPHIST GmbH in Nürnberg geschlossen habe.

Was verbirgt sich dahinter?

Es ist nicht ganz so geschäftsmäßig wie es sich anhört. Die Sophisten haben mich zum Künstler des Jahres 2008 erkoren und unterstützen mich bzw. meine Auftrittstätigkeit in diesem Jahr - großzügig, und auch mit klassischen Sponsoringartikeln wie Hemden mit Firmenlogo.

Es wird eher die Ausnahme bleiben, dass ich als Litfaßsäule die Bühne erklimme oder vor meinen Texten aufsage “Wenn Sie sich übrigens mal ein System oder eine Software entwickeln lassen möchten - SOPHIST!” Obwohl ich mir das eigentlich ganz lustig vorstelle. Meine penetranten Werbeeinblendungen sind (zumindest dem Würzburger Publikum) durchaus bekannt.

Meiner Freude über die Unterstützung tut das alles keinen Abbruch. Die Firmenmitglieder haben sich am Montag als sehr interessiert an der Slammerei geoutet und fanden auch meinen (mir spontan aufgedrängten) Textvortrag ganz gut. Was noch dazukommt: Die Idee, den Künstler des Jahres SOPHISTicated artist zu nennen, stammt von mir selbst - und wurde zu meiner Verwunderung sofort übernommen. Mal wieder eine Referenz als Werbetexter.

Das neue, süße Banner links wird sich also hier eingewöhnen. Heute wurde ich auch schon im Firmenblog willkommen geheißen.



Jugendsünden
April 16, 2008, 6:03
Gespeichert unter: Medialala, Uni

Ich war ja mal, vor etwa drei Jahren, Comedychef bei unserem sympathischen Uni-Radio Uni-Vox. Das bin ich jetzt wieder. Es wird was ganz ganz tolles Neues geben, die Skripts stehen schon. Aber darum gehts gar nicht.

Ich dachte ja, sie seien verschollen, aber vor Kurzem sind ein paar Folgen der alten Comedy “Die WG” wieder aufgetaucht. Echte Klassiker! Da hatte die Telekom noch Monopolstellung, die Frau hat brav gekocht und alle wollten das Hausschwein Schopenhauer essen. Man kann richtig nostalgisch werden - und sich das alles ANHÖREN.



Auszug…
April 15, 2008, 11:36
Gespeichert unter: Everyday Weird

…aus einer E-Mail, die ich soeben dem geschätzten Kollegen Mischael-Sarim Vérollet (mit dem ich gestern im Zoo bei Flocke war) zukommen ließ:

“[...] dich in die Blogroll genommen, bei der Gelegenheit auch gleich meinen im Nachhinein etwas peinlichen Beitrag gelöscht.
Zum Glück hat ihn Peter gesreenshottet und selbst veröffentlicht, die Sau.”




Viel Verkehr
April 14, 2008, 11:01
Gespeichert unter: SOOTS

Neulich stand ich am Fenster und führte eine Verkehrszählung für private Aufzeichnungen durch. 26 Autos, 19 Fahrräder, 22 Fußgänger, 3 Busse und eine Pferdekutsche in einer Minute. Da sah ich meinen Nachbarn von gegenüber, der auf seinem Fensterbrett lehnte, dumpf vor sich hin sah und rauchte und ich dachte: Der Mann hat echt nix zu tun!!



Unter den Wolken
April 13, 2008, 10:22
Gespeichert unter: SOOTS

Er stand noch immer da, wie festgeklebt auf dem Asphalt, als das Flugzeug schon in die Wolken eingetaucht war. Altocumuluswolken. Er hatte hinterhergeblickt, von tiefer Sehnsucht erfüllt, eine Träne rann über seine stoppelige Wange, dann schließlich sah er es ein: Das nächste mal früher losfahren, der Check-In dauert lange heutzutage.



Spielfeld des Grauens
April 12, 2008, 2:23
Gespeichert unter: SOOTS

Er stieg über die Körper, die kreuz und quer wie nasse Säcke am Boden lagen, ein Modergeruch hing bissig in der Luft. Er blickte in einige Gesichter, konnte es aber nie lange aushalten. Der Anblick sollte sein Leben lang haften bleiben, ihn in endlosen Träumen wieder aufsuchen, ihn verändern. Doch das wusste er noch nicht, so wie er vieles noch nicht wusste.
Er stieg über den Letzten, einen Mann, der aussah, als ob er schlief. Ganz friedlich. Dann verließ er die Turnhalle und sah auf dem Aushang, dass das Volleyballtraining erst morgen stattfindet. Heute ist Gruppenmeditation Ü50.



Just a perfect (yester)day
April 11, 2008, 7:42
Gespeichert unter: Poetry Slam | Schlagworte: ,

Der Poetry Slam in Aschaffenburg aus Egoperspektive

19.30 Ankunft Hauptbahnhof Aschaffenburg.

19.32 Tilman Döring erschreckt mich am Bahnhofseingang zu Tode und nimmt mich in seinem Auto mit zum Hofgarten Kabarett. Habe Angst.

19.40 Wir haben und verfahren. Vielleicht hätte man dem Navi Glauben schenken sollen…

19.50 Wir haben 2 Kilometer weit weg auf einem Behindertenparkplatz geparkt und treffen endlich ein. Laufen hätte nur 5 Minuten gedauert. Denke, ich sei auf der falschen Veranstaltung gelandet. Betagtes Hochkulturpublikum in Abendgarderobe (leicht pauschalisiert).

19.55 Treffe die alten Bekannten Grög, Frank Klötgen und Dennis Schüssler im Backstage. Denke zum ersten Mal kurz daran, dass es auch möglich wäre, nicht zu gewinnen. Verwerfe den absurden Gedanken wieder.

20.10 Der Slam geht los. Alex Dreppec trägt Hemd. Schwarz.

20.40 Doppelsieg in Runde 1: Grög und ein Darmstädter.

21.10 Ich bin dran. Vorletzter in meiner Runde, nach mir Dennis Schüssler. Bringe die “Pimps der 1A”, die Leute findens gut, alleiniger Rundensieg, Finale. Schade für Dennis, aber der hat ja immerhin meinen Slam letzten Sonntag gewonnen. Pause. (mehr…)



Einfach Goldig! Der Würzburger Aprilslam.
April 7, 2008, 3:04
Gespeichert unter: Photographie, Poetry Slam | Schlagworte: , , ,

[Ich schreibe diesen Post zum dritten Mal - wegen der fantastischen neuen WordPress-Benutzeroberfläche, der meine Vorhaben wohl nicht gefallen und die je nach Laune alles anders darstellt oder gleich löscht. Ich bin ruhig. Seeehr ruhig.]
Jetzt gehts los:

Tadaa!

Hier lassen sich die Sieger des Würzburger Aprilslams in trauter Zweisamkeit bestrahlen. Dennis Schüssler und Nadja Schlüter:

Die meisten anderen Bilder sind leider völlig unbrauchbar aufgrund Hardcoreverwackelung meinerseits. Ein kläglicher Rest ist geblieben. Den gibts hier: (mehr…)



Ritzgraffito
April 1, 2008, 10:34
Gespeichert unter: Everyday Weird, Photographie

Mensch, wieso bin ich darauf nicht selbst gekommen?

graffito.jpg

Ritzgraffito auf Herrentoilettentüre, Wertheim Village.