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wird es heute Abend, wenn ich alte, ganz alte, relativ neue und ganz neue Geschichten in der Scheinbar im Lichtspielkino Bamberg vorlese.
Da ich noch drei der ganz neuen bis zum Beginn um 20 Uhr fertig schreiben muss, fällt dieser Eintrag etwas kurz aus. Mehr da.
Abgelegt unter: Poetry Slam, Reisetagebuch | Schlagwörter: Dresden, Halle, Magdeburg
Als ich wieder in Bamberg ankam, musste ich feststellen, dass mein Auto um 90 Grad verkehrt auf dem Parkplatz steht. Als ich es geparkt hatte lag noch Schnee. Jetzt ist er verschmolzen und alles Übel wird sichtbar.
In der Ostzone liegen dagegen noch beträchtliche Mengen Schnee herum, was unter anderem damit zusammenhängen könnte, dass er einfach nicht weggeräumt wird. In Magdeburg führte das dazu, dass die Gehwege so aussahen, als seien sie alle für ein stadtweites Beachvolleyballturnier präpariert. In Halle war es nicht ratsam, sich auf Pflastersteine zu begeben (ri-ra-rutsch), genauso wenig, eng an Hausfassaden entlang zu laufen. Die Stadt ist (oder war zumindest gestern noch) mit meterlangen Eiszapfen dekoriert. Aber warum soll man hier übers Wetter reden? Viel wichtiger ist ja wohl die Frage, ob ich alle Bücher verkauft habe. Die Antwort ist: ich hätte mehr mitnehmen sollen.
Dresden
In Dresden ging das Tourchen am 15.1. schon überraschend gut los. Beim Limit Jazz Slam hat man ein paar Sekunden Zeit, um sich mit der Band abzusprechen, die dann den Text mit Musik untermalt, die im besten Fall irgendwie passt. Leider hatte die Band die von mir gewünschte Marseillaise nicht wirklich drauf, wir einigten uns auf “irgendwas anderes”. Beim zweiten Text habe ich ihnen fein säuberlich fünf Grundthemen notiert, die abzuarbeiten waren. Kam alles ganz gut. Ein wenig leichter wurde mir der Durchmarsch durch das nicht abzusehende Ausscheiden von Gauner in der Vorrunde und einen abrupten Textabbruch von Peh im Finale gemacht. Es sollte nicht ihre einzige Niederlage an diesem Abend bleiben.
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Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich hier unvorsichtigerweise ein paar Vorsätze notiert. Da stand zum Beispiel “schnellstmöglich meine Diplomarbeit vollenden”.
Nun gut, es kommt jetzt ganz auf die Definition an. Versteht man unter “schnell” eher “schnell” oder eher “innerhalb des nächsten Jahres”? Wenn wir uns auf Letzteres einigen, hab ich es geschafft. Heute Schlag 12 habe ich sie abgegeben.
Die Urlaubsvertretung im Prüfungsamt wirkte zwar eher desinteressiert, was meiner Freude aber keinen Abbruch tat. Es gibt also tatsächlich mal was zu feiern an Silvester.
Ein paar andere der 2009er-Vorsätze, allesamt unrealisiert, nehme ich einfach mit:
- das Studium abschließen
- die BahnComfort-Karte erfahren
- ein neues Buch publizieren
- mehr Obst essen
Außerdem lege ich die Latte der zu absolvierenden Arbeitstage im Slam- und Lesebereich (i.e. Auftritte) auf 100. Momentan stehen bis April 30 fest, das sollte also zu schaffen sein.
In unmittelbarer Zukunft werde ich vier Geschichten aus meiner Hochkreativzeit kurz vor Weihnachten überarbeiten, zwei Videos drehen, ein paar Weihnachtsgeschenke nachreichen, mich intensiv meiner neuen Einschlafhilfe Six Feet Under widmen und schon am 3. Januar die Slam- und Comedytour 2010 starten. Erstmal nach Schwaben, dann in den wilden Osten und den hohen Norden, mit vier Zwischenspielen im freshen Franken. Genug zu tun. Und das so ganz ohne Nebenaufgabe. So kann’s weitergehen.
Wer morgen noch nix vorhat: in meiner WG ist Party. Du bist eingeladen!

