Merkwürdige Dialoge – Jetzt als Buch!

Auf die Frage „Was arbeiten Sie eigentlich, Sie  Pflaume?“, die mir in steter Regelmäßigkeit so oder so ähnlich gestellt wird, habe ich wöchentlich wechselnde Antworten. Je nachdem, was eben grade im Vordergrund steht. Momentan wäre die Antwort: „Ich arbeite als Gesprächesammler.“ Die Textkategorie Merkwürdige Dialoge habe ich vor vielen Jahren für mich selbst eingeführt und in loser Folge Texte dafür geschrieben, sie vorgelesen, in meine Bücher gestreut oder sie hier im Blog oder auf Facebook veröffentlicht. Für mich selbst ist die Bezeichnung so etabliert, dass es ein feststehender Begriff ist und somit das M immer groß geschrieben gehört.

Und dann hatte ich die Idee, nicht nur alleine zu sammeln, sondern bei Freunden und Kollegen nachzufragen, ob sie denn auch was Passendes hätten. Was passt? Gespräche, die man so geführt oder mitbekommen hat, die eben irgendwie kurios, merkwürdig, und wenn nicht allzu merkwürdig, dann zumindest des Merkens würdig sind, in einer Länge von 2 Zeilen bis 2 Seiten. Zack, waren 20 Leute an Bord, schickten mir ihre Dialoge und die Sache ging los. Ende November 2014 habe ich die Facebook-Seite „Merkwürdige Dialoge“ eröffnet, die eine Woche später 1000 Fans hatte und mittlerweile weit über 4000 Fans hat (wir befinden uns Mitte Januar 2015).

Und dann rief mal wieder der Chef des Unsichtbar Verlags wegen irgendwas an und fragte, wie er es gelegentlich tut, „Haste grade was Neues?“ So einfach kann’s gehen.
Nun bin ich Hauptautor und Herausgeber des Buchs „Merkwürdige Dialoge“, das in den nächsten Wochen erscheinen wird. Es ist kein Abklatsch der Facebook-Seite, beinhaltet aber auch Dialoge, die dort schon gepostet und für gut befunden wurden. Anhand der Likes kann man das ja ganz gut ablesen. Darüber hinaus gibt es 200 Dialoge, die noch nie ein Mensch gesehen hat (von mir abgesehen) – geschrieben von 29 Autoren, unterteilt in 13 Kategorien, zum Beispiel „Freunde & Familie“, „Medien & Technik“, „Verkehr“ oder „Sexualität“. Für die liebevolle Auswahl und Anordnung gingen meine Weihnachtsferien drauf. Was kam dabei raus? Beste Klolektüre für Zwischendurch und auch zum Verschenken, das kann ich als Hauptverantwortlicher ganz objektiv so sagen. Und das Buch ist auch ein Grund für mich, die Leipziger Buchmesse zu besuchen, um daraus vorzulesen. Der Termin wurde gestern bestätigt.

Wie das ganze Ding am Ende aussehen und was es kosten wird, ist noch nicht hunderprozentig klar, aber bei Marvin Ruppert, der seit einigen Tagen an Satz und Design sitzt, ist es in den allerbesten Händen. Hübsch wird es. Dafür stehe ich mit meinem Namen. Bilder folgen. Und dann folgt das Buch. Zur Feier dieser Neuigkeiten ein thematisch passender, Merkwürdiger Dialog:

Stehe frischeluftschnappend vor der Uni-Bibliothek. Zwei Jugendliche kommen vorbeigeschlurcht. Der eine bemerkt das Gebäude zum ersten Mal und fragt beim anderen nach …

„Was’n das?“
„Was?“
„Das Haus!“
„Büscharei.“

„Was machen die da?“
„Sitzen rum und lesen.“

„Alter!“
„Was?“
„Ich stell mir grad vor, wenn wir das machen würden …“
„Da müssten wir übelst kiffen vorher … Das machen wir mal.“
„Haha, jaja … Moment, meinst du das etwa ernst?“

Der Rest war Schweigen.

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