Brainstorming beim Müller-Werber: „Da liegt noch ein Konzept von 1964“

Man tut sich ja selbst keinen gesellschaftlichen Gefallen, wenn man zugibt, ab und an noch vor dem Fernseher zu sitzen / liegen / zirkeltrainieren. Ich mache das tatsächlich gelegentlich und muss schon sagen: Dafuq, was es für strange Werbung gibt! Die offizielle DFB-Zahnbürste, das offizielle FIFA-Smartphone, und so einiges mit Mats Hummels. Und dann gibt es den aktuellen Werbespot für den Joghurt mit der Ecke. Wie kamen die da eigentlich drauf? Ich stell mir das so vor:

Kreativmeeting bei Schulz & Fans


Werber 1:
Wir sollen was für so nen Joghurt machen.
Werber 2: Ah, oh, Joghurt.
Werber 3: Da hab ich direkt ne Familie im Kopf. Vater, Mutter, Kinder, …
Werber 1: Ja! Familie! Fetzt!
Werber 2: Und frech muss es sein. Grade in der heutigen Zeit. Was machen die jungen Leute denn heutzutage?
Werber 3: Slacklinen, Fun haben, auf ihr Leben klar kommen, sich tätowieren, …
Werber 1: Tätowieren, das is es. Damit kriegen wir alle. Besser als Freibad.
Werber 2: Ich hab hier noch ein Konzept von 1964.
Werber 3: Lass hören, Ralle!
Werber 2: Also, ähm, die singen halt was.
Werber 1: Genial!
Werber 2: Zur „Mein Hut, der hat drei Ecken“-Musik.
Werber 3: Geiler Shice! Und so inhaltlich?
Werber 2: Die Tochter macht was Böses, in unserem Fall lässt sie sich also tätowieren, und sagt das ihrer Mutti. Also sie singt es ihr, nä?
Werber 1: Das ist spannend, ja. Und dann?
Werber 2: Das ist jetzt ein bisschen bedenklich. Dann sagt, also singt, die Mutti, wenn sie das dem Vati erzählt, dann verhaut er sie ordentlich.
Werber 3: Das müssen wir ein bisschen entschärfen. Ohne „ordentlich“. Er könnte sie doch ganz normal verhauen. Vielleicht nur ne Ohrfeige? Ist doch lustig. Wie damals eben.
Werber 1: Ist das noch so zeitgemäß? Dürfen Eltern das?
Werber 3: Who cares, I don’t give a shit. Die Idee ist top. Burner, sag ich euch. Verbrannte Erde für die nächsten fünf Spots.
Werber 1: Ich frag mich nur, was das Ganze mit Joghurt zu tun hat.
Werber 2: Das wird aus dem Konzept auch nicht so klar ersichtlich. Die Mutti singt von der Prügel, dann kommt der Joghurt.
Werber 3: Klingt gar nicht schlecht. Machen wa?
Werber 1 und 2 im Chor: Machen wa!

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2 Gedanken zu “Brainstorming beim Müller-Werber: „Da liegt noch ein Konzept von 1964“”

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