Hey Ho HEYNE<

Seit der Heyne-Verlag mir auf Twitter zurückgefolgt ist, habe ich nicht mehr an einen großangelegten Gag mit der versteckten Kamera geglaubt. Absolute Gewissheit habe ich, seit ich heute Nacht einen großen Umschlag aus robustem Papier in meinem Briefkasten vorfand, der während meiner Heidelberger Abstinenz eingetroffen ist. Inhalt: Der gegengezeichnete Vertrag. Mein nächster Roman wird also im Herbstprogramm 2013 bei Heyne erscheinen. Das ist doch mal was. Wie konnte es überhaupt dazu kommen?

Dass die Geschichte, die ich in dem Buch erzähle – ganz grob könnte man sagen, es handelt sich dabei um einen Abenteuerroman vom Dorfe – ein gewisses Mainstreampotential hat, habe ich schon recht früh vermutet. So ziemlich alle, denen ich den Plot geschildert habe, fanden ihn lustig und gut und meinten, das könnte was für einen großen Verlag sein. Da ich gerade in den Frühphasen meiner Werke lieber darüber rede, statt an ihnen zu arbeiten, waren das nicht wenige Meinungen.

Vom Vorhaben, auf dem Lektorenschreibtisch eines Publikumsverlags zu landen (wir sprechen vom Manuskript, versteht sich) bis zur Umsetzung ging es dann erstaunlich schnell. Eine Literaturagentur, mit der ich im August angebandelt habe, stand mir hilfreich zur Seite, beziehungsweise hat sie die ganze Arbeit gemacht. Davon abgesehen, das Buch zu schreiben, das war immerhin mein Verdienst.

In den zwei Wochen vor der Frankfurter Buchmesse und während ebendieser, während ich Poetry Slams in der Schweiz, in Österreich und Süddeutschland abgetingelt habe, gab es dann täglich Neuigkeiten per Telefon. Bei den Gesprächen fielen einige Verlagsnamen, die ich spontan in zufällig anwesenden Bücherregalen entdeckte. Große Nummern. Ich hielt meine Euphorie aber weitestgehend in Grenzen, da mir meine unerschöpfliche Lebenserfahrung sagte „Wird schon noch schiefgehen irgendwie. Kann ja nicht sein, dass ausgerechnet ich das heißgehandeltste Buch schreibe, das auf der Buchmesse angeboten wird.“ Aber irgendwann muss man sich eben eingestehen, dass es so ist. Ha!

Das Rennen machte dann, wie mittlerweile nun bekannt, der Heyne-Verlag. Darüber bin ich ausgesprochen froh. So froh gar, dass ich mir ganz fest vornehme, mich erstmals in meinem Leben an eine Deadline zu halten. Jahresende. Ganz fertig ist das Buch nämlich noch nicht. Es fehlt noch, Überraschung, der Schluss.

Fun Fact: Ich bin nun Verlagskollege von z.B. Dieter Hildebrandt, Michael Jackson, Domian, George Orwell, Jörg Kachelmann, Maybrit Illner, Stephen King und Benedikt XVI. Nette Runde.

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Meine wichtige Meinung hierzu:

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