August-Fahrplan

Die Olympia-Übertragungen haben mich inspiriert. „Wir zeigen Ihnen jetzt unseren heutigen Fahrplan“, sagt Rudi Cerne im ZDF ständig, und jedes Mal warte ich darauf, dass danach ein Phantombild eingeblendet wird, ein unbeholfener Polizeiwachtmeister neben ihm auftaucht und aufsagt: „Der Täter trug einen roten Wollschal. Wer hat einen solchen roten Wollschal gesehen oder kennt Leute, die einen solchen roten Wollschal tragen oder kennen oder gestrickt haben?“
Immer werde ich enttäuscht.

Hier sind die sachdienlichen Hinweise zu meinem August-Fahrplan:

Der August ist der einzige Monat in diesen Jahr, in dem ich nichts veranstalte oder moderiere, sondern nur irgendwie nichts mache und rumfahre und auftrete. Daher fällt der Fahrplan auch recht kurz aus.

Am 1. August breche ich nach Eichstätt auf, wo ich auf einem Bauernhof einen zweitägigen Schreiburlaub einlege und gedenke, Kuhgulasch zu essen.

Vom 3. bis 5. August werde ich mich auf der Freizeit des Unsichtbar Verlags befinden, die an einem geheimen Ort stattfindet, der so geheim ist, dass ich selbst keine Ahnung habe, wohin ich genau muss. Irgendwo in der Nähe von Bad Tölz glaube ich, wo die Verbrechensrate ja so exorbitant hoch ist, dass Rudi Cerne dort seine volle Ermittlungsfreude hätte.
Was passiert auf so einer Freizeit? Die Unsichtbar-Autoren treffen sich dort mit dem Verleger. Der Verleger bringt Essen und trinken mit und ich gewinne beim Poker. Meine Erwartungen sind genau wie im letzten Jahr die, dass man die ganzen Tage lang vor der Blockhütte rumsitzt und Zigaretten dreht. Meine Erwartungen werden aber höchstwahrscheinlich wieder enttäuscht werden, da der Herr Verleger mit Sicherheit irgendeinen Teambuilding-Quatsch gebucht hat. Letztes Jahr ging es Bergwandern.

Vom 5. bis 7. August folgt ein weiterer Kurzschreiburlaub in Isny im Allgäu. Am 6. August ist abends dort ein Poetry Slam, Wehwalt Koslovsky hat eingeladen. Da es dumm wäre, zwischendurch wieder nach Nordbayern zu fahren, beziehe ich die Künstlerwohnung einen Tag vorher und begrüße die anderen mit selbst gesammeltem Obst.

Die härteste Prüfung steht am 10. August bevor. Morgens um 10 gebe ich einen Slam-Workshop für Hochbegabte in Pegnitz. Nicht, dass es nun so schlimm wäre, mit Hochbegabten zu arbeiten, darin habe ich Erfahrung, aber das frühe Aufstehen wird wie immer eine HARTE Herausforderung. Und der weitere Tagesverlauf auch. Felix Römer hat zum Poetry Slam auf dem Open Flair Festival in Eschwege geladen. Das liegt etwa so 4 Stunden von Pegnitz entfernt und zwischen Workshopende und Slambeginn sind’s so etwa 4 Stunden. Ein Glück, dass Freitags die Autobahnen immer so schön frei sind. Naja, die Hälfte ist eh Landstraße.
Zur Erholung lege ich im Anschluss in Eschwege einen Schreiburlaub ein.

Die restlichen drei Augustwochen mache ich dann Schreiburlaub. Irgendwo. Mal sehen. Ich habe es endlich fertiggebracht, einen neuen Personalausweis zu beantragen, also könnte ich theoretisch sogar wieder ins Ausland.

Warum brauche ich eigentlich so viele Schreiburlaube? Weil ich dachte, die relativ arbeitsruhige Zeit dafür zu nutzen, meinen nächsten Roman zu schreiben. In zahllosen persönlichen Gesprächen habe ich die Handlung schon herumerzählt und immer wurde sie für fantastisch befunden. Zumindest von mir.

Ich bin ja dafür bekannt, größere Schreibprojekte höchst professionell, gewissenhaft und strukturiert anzugehen. Daher habe ich meine Schrankwand zu einer Mind Map umfunktioniert, auf der ich alle Knackpunkte des Plots, Nebenhandlungen, die Figuren und ihre Beziehungen festhalte.
Wie weit dieses Vorhaben gediehen ist, sieht man hier:

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Meine wichtige Meinung hierzu:

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