Einen zweiten Apfel bekommt man kaum rein

Und dann schaust du auf Amazon, siehst die neuen Entwicklungen und musst dich plötzlich fragen, ob John Asht mit seiner Verschwörungstheorie über die Rezensentenmafia vielleicht doch Recht hatte. Nun gut, übertreiben wir mal nicht. Es geht lediglich um eine einzige Ein-Stern-Rezension. Dieselbe hat mich allerdings schwer beeindruckt – und mittlerweile viele Menschen erfreut. Ich erzähle die Geschichte in diesem Video weiter:

Update: Zum derzeitigen Zeitpunkt (23. März 2012, 4:03 Uhr) finden 3 von 69 Kunden die Rezension hilfreich (LOL), man kann das direkt am Tatort nachsehen und beeinflussen.

ThomisWelt hat die Geschichte in den vielen Kommentaren noch ein bisschen weiter gesponnen. Er hat gar gedroht, die Rezension löschen zu lassen, weil er zwischenzeitlich von einem der Kommentatoren mit dem bösen F-Wort beleidigt wurde. Das finde ich im Übrigen auch nicht gut. Und es wäre sehr, sehr schade gewesen, hätte er seinen Plan umgesetzt. Vorsorglich habe ich alles zehnmal ausgedruckt und es auf verschiedene Notare verteilt.

Jedenfalls hat er seinen Abneigungen gegen den Anthologietitel nun noch den Grund hinzugefügt, dass er seiner 13-jährigen Tochter nicht erklären wolle, was denn eigentlich Ficken sei, sie frage nun öfter danach. Ich vermute, sofern er das „Kind“ nicht isoliert von Menschen, Medien und Beobachtungen von Zootieren erzieht, dass es vielleicht schon einmal, bevor es den Buchtitel Fickt euch alle lesen MUSSTE (warum eigentlich?), an ein oder anderer Stelle das böse F-Wort aufgeschnappt oder den Sachverhalt der Fortpflanzung an sich hinterfragt hat.

Und da er das obenstehende Video mittlerweile auch schon gesehen hat, bin ich nun pars pro toto sein Antagonist. Er schreibt, wiederum mit einer rührenden Geschichte über seine Tochter verbunden:

(…) Dann habe ich ihr deutlich zu verstehen gegeben, dass die Schule für sie nun Tabu ist und sie ihre Bildung aus den Büchern von Christian Ritter beziehen wird. Der Name sagte ihr so nichts, worauf ich die Beststellerlisten hervorgesucht habe. Wir mussten sehr lange scrollen, weshalb ich auch zwei Stunden zu spät im Büro angekommen bin. Sie fragte, ob man denn davon leben kann bzw. ob das ein Beruf sei. Mit etwas Stolz habe ich dann das YouTube-Video gezeigt. Sie fragte dann, was der Mann auf der Apfelsinenkiste vor seinen Eltern vorträgt. Sofort habe ich sie korrigiert und ihr erklärt, dass das ein namhafter (Vor-und Zuname) Comedian ist. Zwar kein Dieter Nuhr, aber fast ein junger Fips Asmussen – und die Apfelsinenkiste ist eine Bühne und die Leute sind nicht die Familie, sondern das Publikum. Das Mitleid in ihren Augen tat mir fast weh (…)

Hierzu stelle ich fest:

  1. Ich fühle mich durch die Bezeichnung „Comedian“ beleidigt.
  2. Die Schilderung des Scroll-Vorgangs halte ich für unwahr.
  3. Natürlich ist das kein Beruf. Hat Ihre Tochter keinen Realitätssinn? Hoffentlich wird was aus ihr. Ich empfehle Büro.
  4. Ich verdiene durch meine fadenscheinigen Tätigkeiten sehr gut. Bestimmt viel mehr als Sie. Denn ich besitze riesige Obstschalen, in die fünf Äpfel und drei Bananen reinpassen. Und das, obwohl ich nicht mal Obst esse.
  5. Fips Asmussen ist ein ehrenwerter Mann!
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4 Gedanken zu “Einen zweiten Apfel bekommt man kaum rein”

  1. Fast noch witziger wird das ganze wenn man sich anschaut was dieser Mensch noch bewertet hat. Ein Mönchs-Kostüm, eine Nasenspülungsdusche, und Eisgläser… allesamt sollen sie besser sein als das Buch. Glaube ich aber nicht. Und die Mischung an Artikel ins mir auch echt suspekt bei dem netten Herr 1-Stern bewerter.

Meine wichtige Meinung hierzu:

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