Reisetagebuch: Die Schweiz

Eine von mir grandios zusammengezimmerte Schweiztour (2 Poetry Slams, 2 offene Bühnen, eine Lesebühne) geht zu Ende, ich sitze im Zug und befinde mich auf dem finalen Streckenabschnitt Frankfurt-Bamberg. Eine Hosentasche voll Rappen und und ein Rivella auf dem Tisch zeugen von meiner aktuellen Herkunft. Damit sich der blassgraue Nebel des Vergessens nicht über die Ereignisse legt, seien sie hiermit dokumentiert.

Starbucks Zürich. Sebastian23 und Markim Pause inkognito.

Die Auftritte waren alle tippi toppi, herausragend allerdings der Böse Montag in Zürich und der Poetry Slam in St. Gallen. Beides kann ich allen, die noch nicht da waren, wärmstens empfehlen. In Zürich kann es allerdings schnell vorbei sein auf der Bühne, da das Publikum böse sein und den Auftritt abbrechen darf. Macht großen Spaß, wenn man entweder selbst durchhält oder sich ins Publikum schleicht und ältere Herrschaften zum Buhen bei den anderen anstiftet …

Mann vor Theater

Die Aufzeichnungen gewinnen nun an fragmentarischer Struktur, Bezüge zu den Bildern zufällig oder nicht vorhanden.

Unnötige Anschaffungen/Ausgaben:

  • ein Fanschal vom FC Basel
  • 9,20 CHF (7 Euro) für ein 0,3er Bier in Zürich
  • eine Datsch-Mütze, die mir nicht steht. Ich werde sie bei Gelegenheit Bleu Broode schenken
  • ein Riesenfeuerzeug
  • die Schweizer Bahncard50 (HalbTax, könnte sich noch auszahlen)
  • Teure Passbilder aus dem Automaten für das HalbTax-Ticket (aber billiger als das Zürcher Bier)

Während der sieben Tage habe ich mich in sieben Städten aufgehalten, in vieren davon zwecks Auftritt (Basel war zweimal dran), einmal wegen Übernachtung (Olten), einmal wegen Radiointerview (Aarau), einmal wegen Pokern (Baden). Ich bin jeden Tag einmal oder öfter Zug gefahren. Alle Züge kamen immer pünktlich! Hierzu merke ich an: Niemand mag Streber!

Highlights der Reise, die Auftritte mal außen vor gelassen:

Andy Strauß, Patrick Salmen, Christian Ritter

Die Braunbären in Bern, die mitten in der Stadt am Fluss wohnen und neben denen wir (Sam Hofacher, Patrick Salmen, moi) eine heiße Schoki getrunken und uns darauf geeinigt haben, dass statt Heidi Klum doch lieber Michel Abdollahi Wetten Dass …? übernehmen sollte … „Und noch ein Mexikaner für die Trulla aus Hollywood! Während die Schlampe säuft, rezitiere ich den iranischen Nationaldichter – auf dem Gabelstapler.“ Schön wär das.

Die Fastnachtsfeierlichkeiten in St. Gallen und Baden. Wo man geht, steht oder noch schlafen möchte (zum Beispiel im Hotel neben dem Marktplatz) fliegen einem fetzige Blasmusikrhythmen um die Ohren. Bevorzugt werden Hits, die hierzulande auf Partys mit dem Adjektiv „rosa“ gespielt werden. I will survive, Mamma mia. YMCA.

Da gugg! Eine Gugge.

Der Besuch des Topspiels FC Basel gegen FC Zürich mit Laurin Buser, seinem Vater, seinem Onkel und einem Kind, das da auch irgendwie dazu gehörte. Bei etwa 0 Grad zwar etwas frisch im Stadion, anderseits: Wer nit gumpt, der isch kei Basler! (gumpen = springen)
Und wir haben 3:1 gewonnen, klaro. Endlich bin ich wieder treuer Fan eines Teams, das irgendwo Meister wird. Wo steht St. Pauli eigentlich?

Die After Show Party im „Dead End“ in Bern. Passender Name. Ich wurde des Betrugs beim Billardspiel bezichtigt, mit dem Tod bedroht und dann doch nur um zwei Franken Einsatz beraubt. Am Anfang waren der Typ und ich noch Freunde. Hab ihn dann beim Wirt angeschwärzt, als das Taxi schon gewartet hat. Total verwegen.

Gelungenes Plakatmotiv

Das Backstage-Rollenspiel in St. Gallen. Keine weiteren Ausführungen. Ich erinnere noch den fassungslosen Gesichtsausdruck von Etrit Hasler und schließe mich an. Wie der Volksmund sagt: What happens in Sankcht Gallä, stays in Sankcht Gallä.

Die berühmte 24h-Tankstelle, in der ich EINMAL MEHR meinen Ausweis beim Bierkauf vorzeigen musste! Männer werden mit zunehmendem Alter interessanter, sagt man, ich werde jünger. Gute Idee für einen Film …

Am Mittwoch Morgen läuft auf Radio Argovia ein Interview mit und ein Text von mir. Da kann man mal reinhören, wenn der fiese Chef es erlaubt. Ich werde rückblickend über die Schweiztour erzählen. Aufgenommen wurde das Interview letzten Dienstag … Wunderwelt Medien.

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4 Gedanken zu “Reisetagebuch: Die Schweiz”

  1. hab dich bei on3südwild gesehn…. vonwegen keiner findet poetryslam scheisse
    ich schon!

    sucht euch n eichtigen job ihr opfer…

Meine wichtige Meinung hierzu:

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