Slam out

Im Kopf eines Zuschauers der Vorrunde 1 des SLAM2010:

Ach, da kommt noch einer. Der Letzte, zum Glück, das Stehen strengt mich ziemlich an. Ritter heißt er, aha. Ob ich mal anfangen sollte, so richtig auf die Texte einzugehen, zwischendurch vielleicht mal klatschen oder lachen, wenn es passen würde beim Text? Nö, hab ich die ganze Zeit nicht gemacht. Habe die Eintrittskarte ja nicht gekauft, um Spaß zu haben, mich unterhalten zu lassen, neenee. Mit meiner Taktik, griesgrämig dreinzublicken und eine Wachsfigur zu imitieren, bin ich bislang doch ganz gut gefahren. Weiter so. Antrittsapplaus? Hallo, ich habe die Arme verschränkt??!! Das wäre schon etwas zu anstrengend für mich. Das sollte wohl eine Pointe sein. Da, ein Sprachspiel. Goutiere ich mal nicht, nö, ich schweige. Oh, das war ziemlich unter der Gürtellinie. Ich schweige. Der Gag war ziemlich gut. Ich schweige. Nichts anmerken lassen. Lacht ja sonst auch keiner. Hier soll es doch um Literatur gehen, warum liest niemand Grass? Verstehe ich nicht. Was für eine Veranstaltung ist das überhaupt? Ich mag wieder ins Bett. Schon ist dieser Ritter fertig. Er sollte so richtig schlecht bewertet werden, wie alle außer den Reimemädchen. Wir sind ja wohl nicht zum Lachen hier, ehrlich mal. Habe ich eben meinen Gesichtsausdruck variiert? Nein, nicht mehr in diesem Jahr. Wo geht es raus? Ich will jetzt endlich schlafen.
Ach, mache ich ja schon.

Ja, so war das.

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2 Gedanken zu “Slam out”

  1. leider konnte ich nicht in den ruhrpott kommen, aber ich saß in wiesbaden am telefon und habe dir zugehört und auch gelacht und geklatscht.

Meine wichtige Meinung hierzu:

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