Das Arbeitsamt und ich (1)

Nein, ich mache mir keine Sorgen um die Zukunft. Ich bin nicht arbeitssuchend, ich habe genug zu tun. Ich stehe öfter mal als Vorleser oder Aufsager auf Bühnen herum. Zudem moderiere und veranstalte ich ja so einiges, was mit sich bringt, dass man sich selbst Zusatzqualifikationen in Organisation, Booking und PR erwirbt.

Gestern und heute habe ich für Herbst und Winter 20 Termine in drei Städten fixiert, alles Veranstaltungen unter meiner Verantwortung. Außerdem stehen mehrere Workshops an, der spannendste wird sicherlich der in Tschechien werden, bei denen ich Schülern und Studenten das Texten für performative Auftritte beizubringen versuche. Die eigentlichen Auftritte mit mir so als Künstler laufen dazwischen und drumherum ständig weiter.

Noch für 12 Wochen bin ich Student. Die eben knapp zusammengefasste Faktenlage hat in mir die Frage heranreifen lassen: was bin ich eigentlich danach?

Vielleicht sollte ich mal beim Arbeitsamt nachfragen, welcher Status denn der beste für mich sei, dachte ich, kann man als Beruf „Dies und das“ angeben, sollte man ein Kleingewerbe gründen, eine Ich-AG, eine Entertainment Factory?

Ich verfasste also eine Mail mit wohlgewählten Worten, nicht grade knapp, in der ich schon mal mein Anliegen umriss und um einen Beratungstermin bat, wofür ich einen großzügigen Zeitraum vorschlug. Ich stellte 24 Tage zur Wahl, an denen ich für ein Gespräch zu haben bin, in den Wochen zwischen meinen mündlichen Abschlussprüfungen. Ich sendete die Mail an die passende Adresse, Bamberg@arbeitsagentur.de, und bekam prompt einen Tag später folgende Antwort:

Ihr Anliegen kann nicht abschließend bearbeitet werden. Es werden noch weitere Informationen von Ihnen benötigt. Bitte setzen Sie sich unter der unten angegebenen Service Nummer mit uns in Verbindung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Agentur für Arbeit

Der persönlich-warme Ton der Mail beim ersten Kontakt mit dem Amt, auf das man seine Hoffnungen richtet, ist doch arg vertrauensstiftend, nicht?
Und wenn man schon ein Kompositum aus „Service“ und „Nummer“ bildet, sollte man das auch im Schriftbild deutlich machen und nicht noch falsche Schriftsprache in der automatisch generierten Mail verbreiten, meine Damen und Herren. Die Service-Nummer kostet natürlich was.

In der Hoffnung, meinem Ziel durch den Anruf deutlich näher zu kommen, rief ich also an.

Fortsetzung folgt

Advertisements

2 Gedanken zu “Das Arbeitsamt und ich (1)”

  1. I don’t create many remarks, but i did a few searching and wound up here Das Arbeitsamt und ich (1) | CHRISTIAN RITTER. And I do have 2 questions for you if it’s allright. Is it only me or does it appear like a few of these responses come across as if they are coming from brain dead visitors? 😛 And, if you are writing at additional online sites, I’d like to follow everything new you have to post. Could you list of every one of all your communal sites like your Facebook page, twitter feed, or linkedin profile?

Meine wichtige Meinung hierzu:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s