Der Tag als Bill den Stecker zog

Einen kompletten Text habe ich bislang noch nie hier veröffentlicht. Da ich zu diesem speziellen (zuvor exklusiv im Buch erhältlichen) Text aber reichlich Topfeedback bekommen habe und er sich zudem um das Internet dreht, gibt es ihn für Freunde der szenischen Kurzgeschichte, die etwa 15 Minuten Zeit haben, jetzt hier für lau.

Der Tag als Bill den Stecker zog

Es wird geschehen. Irgendwann, in ein paar Jahrzehnten, werden die Leutchen rund um den Globus in kleinen Grüppchen zusammensitzen und es wird immer der Älteste sein, der, der tatsächlich dabei war, der die folgende Geschichte erzählt:

Es war kein guter Tag für Bill. Am Morgen las er die erste Statistik, die die Dominanz des Betriebssystems Linux gegenüber Windows bestätigte. Das hatte er nicht vorausgesehen, obwohl er doch sonst nebenberuflich Visionär ist. 2005 prophezeite er den Untergang der Printmedien und behielt, wie wir wissen, recht. Knapp zehn Jahre später wurde die letzte Zeitung verlegt. Es gab nur noch Internet, so, wie er es wollte, so wie es ihm recht war, das Internet schlägt alles, so hatte er es schon immer daher gebetet. Er, Dr. h.c. William Henry Gates der Dritte, Knight Commander des Britischen Empires, von der Welt liebevoll Bill genannt.

Wie gesagt, da war also diese Linuxsache, die ihn ziemlich aus der Bahn warf. Sowieso, seit der Zerschlagung des Konzerns wegen illegaler Monopolisierung lief es ja nicht mehr ganz so rosig, aber er hatte sich immer gedacht: so lange noch mehr als die halbe Welt jeden Tag mein Windows auf dem Schirm hat, solange bin ich zufrieden. Das hatte sich ja nun geändert.

Wie Bill es in diesen Situationen, in denen er nicht weiter weiß, immer machte, ging er an den Lake Washington, direkt vor seiner Haustür, und sah auf das sich kräuselnde Wasser, das mit der Mittagssonne spielte – was Microsoft Virtual Earth 3D Life Live so realistisch auf seinem 120-Zoll-Plasmabildschirm darstellte, als wäre er tatsächlich die paar Hundert Meter zum See gelaufen. Er saß also in seinem Vibrationssessel und blickte auf die kleinen Wellen, die der Wind machte, und dachte nach – und rief er sich einen Satz in Erinnerung, den er einmal gesagt hatte:

„Das Internet ist wie eine Welle: Entweder man lernt, darin zu schwimmen, oder man geht unter.“

Und er dachte weiter, drehte die Worte, sah auf den See, und plötzlich – er hatte es gar nicht mitbekommen – musste der Wind nachgelassen und das Gewässer sich beruhigt haben. Der Lake Washington war glatt, eine Fläche, wie ein Turnhallenboden, ein deutscher Turnhallenboden. Und Bill dachte weiter, nahm seine Brille ab und kratzte sich am Haaransatz, weiter hinten als früher. Keine Wellen mehr, dachte er, keine Wellen – und da war ihm klar, was er zu tun hatte. Er sagte seinem Haus, dass es ihm den Aufzug schicken sollte, das Haus machte pling und der Aufzug kam. Er fuhr hinunter, einen Stock tiefer noch als er für gewöhnlich fuhr. Er war erst zum zweiten Mal hier unten, ganz unten, er hatte nicht vorgehabt, es einmal so weit kommen zu lassen. Aber die Menschen waren doch selbst schuld, vor allem Linus Torvalds, der böse Linux-Boss, das Böse schlechthin.

Bill drückte seine Hand auf einen Touchscreen, der Windows-Start-Jingle erklang und die schwere Eisentür schob sich beiseite. Er betrat den Raum, der eigentlich nichts Spektakuläres an sich hatte, Raufaser, weiß gestrichen, angegilbt. Doch es ist ja meistens so, dass die wirklich großen Sachen keinen großen Auftritt brauchen.

Es lagen zwei dicke Kabel auf dem Boden, in der Mitte des Raums war das eine in das andere gesteckt. Ein gelber Post-It-Zettel war an dem eingesteckten Kabel befestigt, „Internet“ stand darauf. Davor ein loses Blatt Papier, auf das er sich selbst, beim ersten Mal, mit Rotstift geschrieben hatte: Think twice!

„Keine Wellen mehr“ dachte Bill, „lassen wir sie untergehen“, und zog den Stecker.

Es war 7.25 Uhr in Medina, Washington.

In Münster, Westfalen, war es 16.25 Uhr und Uwe ließ verwundert die Chipstüte sinken. „Huch, was ist denn jetzt passiert?“, sagte er zu sich selbst. Antwort: Die Verbindung wurde getrennt. So stand es auf dem Bildschirm. So stand es nicht nur bei Uwe, so stand es in dieser Sekunde auf drei Milliarden Bildschirmen weltweit – bei Lucia in Caracas, bei Alemash in Mosselbaai, bei Eugene in Palmerston North, bei Kono in Hiroshima, bei Filiko in Hosszúhetény, bei – nun ja, alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Diese wurden nur exemplarisch genannt, weil es sich dabei um die Online-Kniffel-Runde von Uwe handelt.

Nach dem fünften Einwählversuch bildeten sich kleine Schweißperlen auf Uwes Stirn. Er griff zur Geheimwaffe: Ausschalten, Einschalten. Brachte auch nichts. Was war bloß geschehen? Uwe nahm sein Handy und wollte Hannes anrufen, mit dem er sich öfter im Chat traf – und mit dem er Abi machte. Brachte auch nichts, kein Netz.

So wie Uwe wollte sich jeder Internetuser bei irgendeinem Bekannten erkundigen, ob das WWW denn woanders noch funktionieren würde. Die Folge war eine Mobilfunknetzbelastung dreimal so hoch wie an Silvester. Auch diese Netze gaben also ihren Geist auf. Das Festnetz war 2018, wie wir wissen, wegen der Gebührenangleichung der Mobilfunkbetreiber schließlich auch in Deutschland abgeschafft worden (als letztes aller Länder weltweit).

Das Fernsehen wurde 2025 in seiner konventionellen Form eingestellt und komplett aufs Internet verlagert – embedded, sagte man. Das Radio war schon lange zuvor von Apple aufgekauft worden und nur noch in iPods erhältlich – natürlich basierend auf der W-Lan-Technologie. Doch auch die war platt. Bills Steckerzug hatte schließlich auch die große W-Lan-Antenne auf seinem Dach außer Kraft gesetzt. Nichts, gar nichts ging mehr.

„Da geht einiges“ sagte Uwes Vater, wie so oft in seinen Jugendslang, den des einsetzenden Jahrtausends, verfallen. Er kommentierte damit den neuen Staubsauger, den Hausperle Swetlanka gerade zum ersten Mal angeschmissen hatte. Gerade erst bei eBay ersteigert. Swetlankas Ersteigerung war schon zwei Jahre her, sie hatte 221,34 Euro gekostet. Der Staubsauger war billiger. Vom Geräuschpegel lagen die beiden gleich, fast kein Mucks.

Als Uwe ins Wohnzimmer gestürmt kam, wussten sowohl Swetlanka als auch sein Vater, dass irgendetwas nicht stimmen konnte. „Du bist afk? Um diese Zeit?“ fragte sein Vater irritiert. Uwe konnte kaum sprechen. So schnell war er die Treppe noch nie nach unten gewetzt, er hatte sogar zwei Stufen auf einmal genommen, war völlig außer Atem. „Das Netz“, quetschte er nur heraus, „das Netz.“ Und dann: „Was jetzt?“

Eine berechtigte Frage. Die Menschheit hatte sich komplett in die frischzellenbehandelten, aufmanikürten Hände des Internets gelegt und sich in ihnen recht wohl und behaglich gefühlt. Sämtliche Dienstleistungen existierten nur noch virtuell. (Abgesehen vom ältesten Gewerbe und eng mit ihm verwandte Tätigkeiten wie etwa Thai-Massage.) Was jetzt? Was tun?

Wohin mit dem alten Gerümpel aus dem Keller – ohne eBay? Wem einfach seinen actionmäßigen Tagesablauf runterbeten – ohne WordPress? Wozu überhaupt noch Fotos machen, wenn man sie nicht auf flickr oder StudiVZ der ganzen Welt präsentieren kann? Wem ungestraft seine Genitalien zeigen – ohne YouPorn? Und überhaupt: Was denn den ganzen Tag lang so anstellen?

Bill hatte sich inzwischen die Frage „What do you want to do today?“, die über seiner Hauspforte prangt, selbst beantwortet. Er nahm sich ein Buch: “The Great Life of Bill Gates” – das einzige, das er in seinem Haus finden konnte und setzte sich in seinen Vibrationssessel. Zufrieden schlug er Seite 104 auf, die, auf der es spannend wird, das erste Microsoft-Kapitel.

Uwe dachte darüber nach, Hausaufgaben zu machen. Nebenbei versuchte er sechsmal pro Minute, sich wieder einzuwählen. Aufgeschmissen starrte er schließlich auf den Bildschirm, holte resigniert seine Mappe heraus und las, was gerade in der Schule abging: Das Hambacher Fest. Was’n das? dachte er und wollte spontan danach googlen. Tja… Kurz darauf war er schon wieder keuchend unten im Wohnzimmer angekommen. So viel Sport hatte er die letzten zwei Jahr über nicht getrieben. Swetlanka war mit dem Staubsaugen fertig und bemerkte, dass es Uwe nicht gut ging. Sie strich ihm beim Hinausgehen mitfühlend über die Haare. Mutti war mittlerweile vom Arbeiten nach Hause gekommen und drehte eine ihrer langen Zigaretten, Uwes Vater saß in Erwartungshaltung neben ihr. „Uwe!“ sagte Mutti überrascht. „Du bist nicht auf deinem Zimmer? Was ist denn passiert?“ Uwe machte klar, nicht darüber reden zu wollen, der Schock saß tief. Er unterdrückte tapfer eine Träne und besann sich dann darauf, weshalb er eigentlich den schweren Weg nach unten angetreten war:

„Mutti, sag mal, wie heißt noch mal das Wikipedia fürs Regal?“ – „Lexikon, Schatz!“ – „Ah, ok, und wie ist das so, also, ähm, von der Form her?“ – „Ein Buch, Schatz, ein Buch.“ – „Ok, dann werd ich das mal suchen gehen. brb.“ – „Bitte was?“ fragte Mutti, als Uwe schon aus dem Zimmer geschlurft war. Uwes Vater klärte sie auf: „Er meint, dass er gleich wieder da ist. Be right back. So redet man im Internet.“ – „Ach, Internet…“ meinte Mutti abfällig und klackerte ihr Feuerzeug an.

Währenddessen hatten sich auf den Straßen aufgebrachte Menschenmassen angesammelt. Keiner konnte verstehen, was da geschehen war und keiner wusste, wie es nun weiter gehen sollte. Eine Welt ohne Internet? Wie soll das funktionieren, wenn man schon nach 20 Minuten Offlinedasein so aufgeschmissen ist, dass man sich panisch auf den Straßen zusammenhortet?

Vor allem aber trat die Frage auf, wer schuld sein könnte, dass es nicht mehr funktioniert. Verschwörungstheorien wurden gesponnen, wilde Spekulationen traten auf: Al Quaida war’s, wie damals in New York. Die CIA war’s, wie damals in New York. Der Klimawandel ist schuld, Russland ist schuld, die Atomkraft, die Bohème, Aliens, die Nazis auf ihren Dinosauriern. Doch auf die simple Idee, dass Bill Gates in seinem Keller einfach den Netzstecker gezogen hatte, darauf kam niemand. Die Vorstellung war zu absurd.

Bill war indes auf den Golfplatz gegangen. Der Weg war nicht weit, er hatte gleich einen im Garten. Er schirmte die Augen vor der Mittagssonne ab und verfolgte die Flugbahn des Balls, der direkt auf dem Green landete. Melinda, Gemahlin und Caddie, applaudierte euphorisch. Heute läuft’s rund, dachte Bill und ballte die Faust.

„Spielen wir doch Rundlauf“, schlug Uwes Kumpel Hannes vor, der spontan vorbeigekommen war. Hannes war zuvor noch nie bei Uwe zu Hause gewesen. Die beiden waren zunächst am Versuch gescheitert, ein Lexikon zu finden und wussten jetzt nicht allzu viel miteinander anzufangen. „Wie spielt man das?“ fragte Uwe und Hannes musste zugeben, dass er keine Ahnung hatte. So fing es an mit ihrer Ratlosigkeit, die sich auf weitere, nahezu alle Lebensbereiche ausdehnte.

Im Verlauf der kommenden sieben Tage, an denen die Netzlosigkeit herrschte, wurde es nicht gerade besser. Nein, überhaupt nicht. Nicht nur Uwe und Hannes ging es so.

Die Nerds in aller Welt scheiterten am Versuch, ein netzloses Leben zu leben, denn das Netz war dazu da gewesen, sie aufzufangen. Jetzt waren sie im freien Fall, und sie wussten es. Manche von ihnen wussten sich nicht weiter zu helfen, als sich wie die Lemmige zusammenzurotten und eine Klippe zu suchen. Da jedoch keiner mehr von ihnen eine Straßenkarte lesen konnte, kam letztendlich auch niemand ums Leben. Die Degeneration ihres Orientierungssinns hatte sie bewahrt. Auffällig war zudem, dass sie ihr  Online-Gebaren ins wahre Leben transferierten. Sie lachen lauthals los, sobald sie etwas nur im entferntesten komisch fanden. Bei guten Gags wälzten sie sich vor Lachen auf dem Boden.

Doch nicht nur in dieser Gruppe der extremen Online-Junkies waren Auswirkungen sichtbar. Vor allem Banker, Medienschaffende und Perverse zeigten extreme Entzugserscheinungen. Es dauerte keine zwei Wochen, da war die weltweite Hemmschwelle so weit heruntergeschraubt, dass die allgemeine Moral so tief lag wie in Rom zu Asterix’ Zeiten.

Es wurden Handzettel mit Sexvorlieben beschrieben und sich auf offener Straße angebiedert. „Hier, lies dir mal mein Profil durch. Dann können wir gleich ins Bett hüpfen oder du gehst einfach weiter – wie damals im Netz.“ Die Freikörperkultur erlebte eine Renaissance. Das Straßenbild war bald geprägt von blanken, glänzenden Körpern, Nacktheit regierte. Man fasste sich an, wildfremde Menschen fanden sich zu spontanen Orgien zusammen. Der zwischenzeitlich nur mehr sprichwörtlich gewordene Schwanzvergleich wurde wieder seiner ursprünglichen Bedeutung zugeführt – und alle sahen zu. Ohne die Namen der anderen zu kennen gab man sich der freien Liebe hin. Bald herrschte ein omnipräsenter libidodurchtränkter Odeur, an dem Jean-Baptiste Grenouille seine wahre olfaktorische Freude gehabt hätte. Für die meisten war es das Paradies, die Umsetzung der Phantasien, die sie sich im Internet jahrzehntelang gegenseitig bereitet hatten.

Nur wenige Moralisten stellten sich dem Trend entgegen, sie fanden sich hauptsächlich in den Redaktionen der neu belebten Printmedien zusammen: „Spiegel Online Print“, „FAZ.net-Print“, die täglich erscheinende Anthologie „Blogs offline“ und natürlich „Die Netzzeitung Print“ – um nur einige zu nennen. Dort wurden die Verschwörungstheorien noch immer rauf und runter diskutiert, ebenso die drohende Apokalypse infolge des Sittenverfalls propagiert. Sodom und Gomorrha belegten die Plätze eins und zwei bei der Wahl zum Wort des Jahres.

Die alles überschattende Frage aber war noch immer die, die man schon tausende Male gelesen hatte: Wer ist der Täter?

Und was tat Bill? Er ging einmal täglich in den Keller, genoss die Ruhe dort unten, betrachtete die Kabel und wirkte zunehmend zufrieden. Keine Wellen mehr. Er hatte es ihnen gezeigt. Er war der strahlende Held, hatte die Strippen in der Hand. Beziehungsweise vor den Füßen. Es wäre so einfach, das ganze Schauspiel so schnell wieder zu beenden, wie er es eingeleitet hatte. „Maybe tomorrow“, sagte er wieder und wieder zu sich selbst, als er den Keller wieder verließ.

An einem Tag Ende August, das Online-Embargo herrschte 59 Tage, ließ Bill das „maybe“ weg. Er gab der Welt noch 24 Stunden, dann würde er sie erlösen.

Von Uwe hatte man lange nichts mehr gehört. Er hatte sich Fische gekauft und kümmerte sich aufopfernd um sie. Sie trugen die Namen seiner früheren Mitspieler beim Online-Kniffel. Filiko war sein Liebling, ein Guppy. Mittlerweile wusste Uwe auch, was es beim Hambacher Fest zu feiern gab – und einiges mehr. Neben seinem angestaubten Bildschirm stand die komplette Brockhaus-Enzyklopädie. Als Erstes hatte er „Lexikon“ nachgeschlagen, dann „Enzyklopädie“. Die Einwahlversuche hatte er nach drei Wochen aufgegeben und sich nebenbei sprunghaft in der Schule verbessert.

Verbessert hatte sich auch die Moral. Die Gierigen schienen sich fürs Erste an ihren Körpern satt gefressen zu haben. Es wurde wieder en vogue, Kleidung zu tragen und statt Körperflüssigkeiten Neuigkeiten auszutauschen. Zum Beispiel die Neuigkeit, dass sich auf das Internet gut verzichten lässt, dass die allgemeine Entschleunigung den meisten gefällt, dass man sich nun gerne zusammensetzt und Brettspiele oder Gitarre spielt, statt um den größten virtuellen Freundeskreis zu konkurrieren. Ja, man kann sagen, die Leutchen hatten sich arrangiert und waren glücklich.

Einen Tag später schrieben sie sich alle E-Mails und bejubelten, dass das Internet wieder funktioniert. Bill hatte nicht mitbekommen, dass er zwischenzeitlich zum Weltverbesserer avanciert war, wie er es schon immer wollte, er sich aber selbst einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Er schloss die Kellertür und sollte sie nie mehr wieder öffnen.

Das Netz war wieder da. Über die netzlose Zeit zu sprechen, war nutzlos. Niemand wollte mehr etwas davon wissen – auch nicht Uwe in Münster, Westfalen, der gerade dabei war, sich ein Video mit vielen X im Titel herunterzuladen.

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9 Gedanken zu “Der Tag als Bill den Stecker zog”

  1. Hi, Christian,

    ja, das triffts. Genauso wirds wohl sein, wenn der Fall eintritt, vielleicht sogar noch schlimmer. Ich krieg schon Schweißausbrüche, wenn’s mal für 5 Minuten nicht mit dem Einloggen klappt. Nur mit dem Unterschied, dass ich mich auch noch düster an eine Zeit ‚ohne‘ erinnern kann, bzw. an eine Zeit nur mit Modem und ohne DSL, und das wird vielen Onlinern nicht möglich sein. Äh,dennoch, ich persönlich halte das Internet für die größte Erfindung !

    Gut getroffen!

    Viele Grüße,
    Franzi 😉

  2. Naja, ich weiß nicht….ich find es arg überzeichnet. Ja, denkbar so ein Szenario, wenn es denn möglich wäre, dass da irgend jemand „den Hauptstekcer zieht“, aber das ist genauso utopisch, wie eine gleichzeitige Spontanentzündung aller Bücher auf der Welt. Nett zu lesen, aber nicht wirklich eine reale „Bedrohung“. Da sind andere Dinge wahrscheinlicher. Menschen ohne Strom an sich wäre realistischer und da ist so ein fehlendes Internet echt das kleinste Problem, kann sich doch heute keiner mehr daran erinnern, wie es mal ohne war. Da haben sicher auch ein paar geunkt „ja und wenn denn nun plötzlich ALLE Kraftwerke gleichzeitig ausfallen…“

  3. Okay, ich behalts für mich 😉

    Aber WAS genau soll mir die Geschichte denn sagen? Ich stoße mich da halt an dieser „fern ab jeglicher technischer Realität“-Attitüde… Aber ich bin da durchaus offen für einen Schubs in die richtige Richtung, vielleicht gehe ich die ganze Geschichte ja nur falsch an und erwarte irgendwas „Erleuchtendes“ oder so… aber wie gesagt, diese Ecke „Bill zieht einfach mal einen Stecker“ macht mich schon mürbe in diesem Zusammenhang.

  4. Der (wohl tatsächlich eher utopische als dystopische) Gedanke, dass das Internet einfach so weg ist, ist schon interessant und ich würde wohl viel dafür geben, das und die Auswirkungen mal mitzuerleben (oder etwas Geld dafür an der Kinokasse ausgeben). Dass das Ganze in der Realität dann ein „The Day After Tomorrow Teil 2“ wird, denke ich zwar nicht, aber ein gewisses Chaos würde definitiv ausbrechen.
    Und Entschleunigung ist ein gutes Stichwort. Hätte ich gern. Hach ja, schöne neue Welt.

Meine wichtige Meinung hierzu:

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