Umzug geglückt

Zwar ist einiges auf der Strecke geblieben, der Cartman zum Beispiel, die Stehlampe und die gemütlichen „Sofen“ (Casjen Ohnesorge) auf der Bühne, dafür konnte man sich in der neuen Heimat doch recht wohl fühlen.
Die Rede ist – naturellement – vom Poetry Slam. Am Sonntag fand der erste solche in der Würzburger Posthalle statt.

siegerehrung-april

Gleich zum Auftakt waren mehr Zuschauer anwesend als jemals im akw! 204 an der Zahl. Der feine Unterschied zwischen den Locations besteht darin, dass das akw sich schon mit 150 Leuten ziemlich voll anfühlte, die Posthalle könnte auch einen rapiden Zuschauerzuwachs locker verkraften. Ich bin dem nicht abgeneigt, das können wir ab September ausprobieren, wenn der Slam in die neue Saison geht. Ziemlich sicher auch dann wieder in der Posthalle.

Ein großes Manko kann allerdings nicht verschwiegen werden: Dort gibt es gibt kein gescheites Malzbier! Und davon ernährt sich der Moderator nunmal hauptsächlich während der Veranstaltung. Es gibt zwar Malzbier, aber was sich die mir sonst durchaus sympathische und wohlbekannte Brauerei Distelhäuser dabei gedacht hat, Malzbier mit Cappucinogeschmack zusammenzubrauen – ich meine, sind wir in Belgien oder was? Die zwei anderen zur Verfügung stehenden Geschmackszusätze kannte ich nicht mal!

Manchmal muss man Abstriche machen. Selbst als Mann.

Von der Getränkelage abgesehen war es – glaubt man Gästen, Slammern, dem Fernsehteam, dem Inhaber, dem Techniker,… – ein gelungener Abend. Schließlich war ja Highlander und wir haben zum ersten Mal großes Kino gespielt, mit projizierter Punktetabelle und Siebenerjury, KO-System, Lottotrommel und Featured Artist, volles Programm. Drei Leute bedienten permanent Geräte rund um mich und die Bühne herum, um ein professionelles Bild zu erzeugen. Es war gestochen scharf!

Zur Dramaturgie des Abends passte es hervorragend, dass Franziska Holzheimer, Siegerin des Märzslams, auf Startplatz 1 in der Vorrunde gelost wurde, die Auslosung spontan mit einem gut hörbaren „Scheiße“ kommentierte, den Sprung ins Halbfinale dennoch schaffte, dort dann mit 5 von 7 möglichen 10ern aus der Jury die Höchstpunktzahl des Abends einheimste und schließlich im Finale – nach Applaus deutlich – vor Nico Semsrott und Thomas Brandt gewann.

Die Saisonsiegerin ist also gefunden, wir haben uns alle recht gut verkauft und Werbung gemacht. Der Slam öffnet sich einer neuen Klientel, bleibt der alten aber treu. Teile des Publikums müssen sich wohl noch an die offensive Moderation gewöhnen, die deshalb gelegentlich in die Defensive geriet. Aber die bekomm ich auch noch erzogen!

Fotos vom Slam (und von Anna), zum Beispiel das obige und viele mehr, gibt es hier.

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