Reisetagebuch: Augsburg & Lindenberg

Das war mal ein Wochenende! Ich habe mich erst vor wenigen Stunden davon erholt, denn es hat Spuren hinterlassen. Unappetitliche Spuren, auf die nicht weiter eingegangen werden muss – und die aus Ungereimtheiten im Magen-Darm-Trakt hervorgingen. Anscheinend hat es so ziemlich jeden erwischt, mit dem ich Samstag Nacht durch Augsburg gezogen bin. Pünktlich zur Abreise nach Zürich, in 12 Stunden, habe ich mich so ziemlich erholt. Nochmal auf Anfang:

Freitag war Slam in Augsburg. Nicht wie gewohnt in der Kresslesmühle, sondern im Rathaus. Im Sitzungssaal des Stadtrats sogar. Wir Slammer saßen auf der Regierungsbank dem Publikum gegenüber, was auch mal eine ganz neue Erfahrung war und mein Interesse für Politik einen Hauch gesteigert hat.

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Thieme, Semsrott, Ritter

Zu jedem Vortrag wurde die Glocke geläutet und ab gings. Gute Stimmung in da House, und weil der Sitzungssaal dann doch relativ vollgestopft war, wurde der Slam auch in den größeren Saal direkt davor an die Wand projiziert. Was Aufwand! Anwesend auf Slammerseite war das mir bis dahin nur aus seriösen Onlinemedien bekannte Headlineopfer Nico Semsrott, die Franken Nils Rusche und Martin Geier, ein paar Augsburger und anderes Gesindel. Im Finale stießen Semsrott und Ritter aufeinander und ich wage mal zu behaupten, dass die KO-Slam-Regel gezogen hat: wer zuletzt gehört wird, gewinnt. Ich wurde zuerst gehört und hatte somit das Glück, den zweiten Preis in Form eines Brecht-Buchs von der Resterampe aus Oberbürgermeisterhänden entgegenzunehmen.

Zwischenzeitlich meldete sich Bo Wimmer, der mich für einen Tag später nach Buchloe/Lindenberg einlud, wo er wohl geboren ist und nun einen Slam veranstaltet. Warum nicht?

Samstag schloss ich mich also der Entourage um Nils Rusche an und wurde somit in einem Fahrzeug namens Helga nach Lindenberg befördert, einen Ort, den man nicht unbedingt kennen muss, weil dort nur 500 Leute wohnen. Die örtliche alternative Kneipe erweckte sogleich einen sehr sympathischen Eindruck und neben Bo waren noch mehr bekannte Menschen anwesend: Almuth Nitsch von Kerry und Harry Kienzler. Dazu füllte sich der Veranstaltungsort sehr gut, was die Vermutung aufkommen ließ, dass wohl nicht nur Dorfeigengewächse dem Slamruf gefolgt waren.
Bo rief spontan das Cup-System aus, was zur Folge hatte, dass ich in der ersten Runde Nils, also meinen Fahrer, aus dem Rennen kicken musste. Ab da machte ich mir so meine Gedanken, wann wohl die Heimfahrt für mich beendet sein würde. Im Halbfinale waren dann sowohl Almuth als auch ich nicht gerade mit Bestnoten gesegnet, aber meine waren doch noch ein bisschen höher. Finale, ohohoho! Diesmal startete ich als Zweiter. Hat man oben aufmerksam gelesen, weiß mal jetzt schon, wie es ausging. Harry bekam Block und Bleistift für den zweiten Platz und ich eine Siegerflasche Wodka, mit leichten Nuancen der Johannisbeere.

Zurück in Augsburg gings dann zur Krankheitserregerparty, da war es schon längst Sonntag.

Gerade eben ist Slam in Nürnberg. Gut, dass meine Skepsis mich schon letzte Woche erst halb zusagen und dann wieder absagen ließ. In so einen National Slam startet sichs doch immer besser mit einem Erfolg im Rücken. Da ich ja erst des Tages wieder zu Kräften gekommen bin, fange ich jetzt mal an zu packen.

Der Berg ruft.

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