Reisetagebuch: Aachen, Satznachvorn

Ich bin sowas von im zeitlichen Verzug. Seit dem letzen Eintrag habe ich schon 3 Slams erlebt. Aber knüpfen wir mal chronologisch und in aller Kürze an:

Als ich Freitag in Aschaffenburg um Punkt 11 Uhr von der Putzfrau geweckt wurde (“Oh, Entschuldigung, Sie schlafen ja noch.”) fühlte ich mich voll des Tatendrangs und beschloss, sobald als möglich Richtung NRW aufzubrechen. Nach dem nachmittäglichen Check-In in Köln und der Assimilierung an die rheinische Lebensart (Kölsch) wurde nach Aachen zum Slam aufgebrochen.

Nach einem kleinen Wegfindungsirrtum fand ich mich auch gegen 20.30 Uhr in der Raststätte ein, fast gleichzeitig startete der Slam. Alte Bekanntschaften, nämlich die mit Anke Fuchs und Florien Cieslik, wurden flott aufgefrischt und schon konnte es los gehen.

In Runde 1 gab es für mich die Höchstpunktzahl, die allerdings nur 26 Punkten entsprach. Ergo: knallharte Jury. Selbige wurde dann aber auch fürs Halbfinale abgeschafft, ab da KO-Modus. Ich musste gegen Anke ran und es tat mir sehr leid, sie aus dem Rennen zu werfen. Ihr Text war so einer zum Reinfühlen und Sichdarinverlieren. Meiner war mein Fernsehtext. Diesmal ohne Texthänger. Im Finale stieß ich auf Florian. Festzuhalten ist: Mein Klassiker (“Weiter oben”) kommt wohl bei einem betagteren Publikum (siehe einen Tag vorher in Aschaffenburg) etwa fünfmal so gut an wie unter Studenten. Florian wurde durch nuancenweise lauteren Applaus zum Sieger erklärt. Zu Rescht, sagt der Kölner. Außerdem hat niemand nur ansatzweise Interesse an meinem Buch gezeigt, aber was will man unter Studenten anderes erwarten? Deren einzige Währung ist ja ihre Bildung. Hier sei mal vermerkt, dass ich obgleich der abfälligen Äußerung auch immer noch selbst Student bin.

Wieder zuhause angekommen (meine privaten Unternehmungen in Köln müssen hier ja kein Thema sein) habe ich festgestellt, dass dieser Frankensender doch tatsächlich den TV-Beitrag über den Aschaffenburger Slam online gestellt hat. Hätte ich gar nicht erwartet. Auch wenn es einige Highlights in dem Einspieler gibt, meine Frisur ist sicherlich keines davon.

Mehr über die Ereignisse des heutigen Abends gibt es dann in einer Woche.

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Ein Gedanke zu “Reisetagebuch: Aachen, Satznachvorn

  1. siehste! ich wusste, ich hab’ was vergessen: das buch. nächstes mal. und dann guck’ ich auch vorher ins postfach…
    ne leeve jrooß (wie der kölner sagt) und bis die tage (bestimmt!)
    anke

Meine wichtige Meinung hierzu:

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