Die toten Tauben von Würzburg

Bislang noch gar nicht erwähnt habe ich meinen letzten Poetry Slam, also „meinen“ im Sinne von „von mir moderiert“, der am 7. September im akw stattfand. In dessen Verlauf gab es nämlich einige ganz eigenartige Vorkommnisse …

Neben meinen spontanen Stand-Up-Einlagen verlief vor allem die Auslosung auf ganz besondere und merkwürdige Weise: Es befanden sich 8 Poeten im Hut und es ergab sich, dass sie von ständig wechselnden Glücksfeen im Publikum in exakter alphabetischer Reihenfolge gezogen wurden (angefangen bei Adrian, Alexander und Anja bis zu Yvonne).
Ich habe daraufhin großmundig wie üblich versprochen, die Wahrscheinlichkeit einer solchen Ziehung zu berechnen (und ab nächstem Mal eine Annahmestelle für absurde Wetten an der Theke einzurichten).
Das Ergebnis, falls ich richtig gerechnet habe, also falls es sich dabei um Fakultät 8 handelt (lasse mich gerne korrigieren, angeblich lesen hier auch MathelehrerInnen mit):
Die Wahrscheinlichkeit, 8 Zettel in einer bestimmten Reihenfolge zu ziehen, liegt bei 1 zu 40320, oder, leicht aufgerundet, bei 0,0025 Prozent! Heißer Scheiß, wa? Da haben wir was erlebt!!!

Diesmal haben wir auch was ganz Neues und total Hippes ausprobiert: Wir, also „wir“ im Sinne von „DJ Tobi“, haben den Slam nämlich mitgefilmt – mit Tobis neuer Webcam. Den Ton haben wir separat über die Mikros aufgenommen. Das Ergebnis: Man versteht die Slammer hervorragend, allerdings sollten wir das nächste Mal noch ein Richtmikro für den Applaus an die Decke hängen, denn der war in echt 5 Mal lauter, als man es auf den Videos hört. Das wirkt manchmal etwas arg unausgewogen. Über die Bildqualität muss man nicht weiter sprechen, die kann man gleich unten sehen. Zoomen wäre zwar möglich gewesen, aber dann hätte man eher 48 Quadrate gesehen statt einem Gesicht oder einem größeren Körper.

Als Beispiel präsentiere ich hier Anja Dyes, die treueste Seele des Würzburger Slams. Ihr Mammutwerk „Wut“, aus dem sie bisher bei jedem Slam vorgelesen hat, scheint auserzählt und nun berichtet sie davon, warum sie gerne tote Tauben fotografiert.
Anja kam mit diesem kuriosen Text höchstverdient ins Halbfinale, musste sich dann aber den lustigen und mindestens ebenso sehenswerten Schwaben Alexander Willrich (Platz 2) und Hanz (Platz 1) geschlagen geben. Glückwunsch nochmal!

Und nun: Viel Spaß!

Nachtrag 14 Uhr: Alle Videos in sehr viel besserer Qualität gibts auf der akw-Myspace-Video-Seite!

Advertisements

Ein Gedanke zu “Die toten Tauben von Würzburg”

  1. Oje, das schmerzt in meinem Herzen. Ich wurde fälschlicherweise als „Schwabe“ tituliert. Ich weiß zwar nicht, was von beiden schlimmer ist, aber ich bin gebürtiger Ossi…und zwar so sehr, dass ich schon fast wieder Westpole bin (aus der östlichsten und damit einer Zipfelstadt mit Namen „Görlitz“).
    Bin also nur „Wahlschwabe“ zwecks Studium und so. Also kam ich vom Regen in die Traufe.

    Viele Grüße nach Bamberg,
    Alex

Meine wichtige Meinung hierzu:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s