Worum geht es in meinen Workshops? Wer möchte raten? Um Poetry Slam! Ach was.
Seit 2008 führe ich, gefördert durch den Kultur- und Schulservice Bamberg und in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Bamberg, Workshops an Bamberger Schulen durch – was nicht heißen soll, dass ich es in anderen Städten nicht auch tun würde, und getan habe.
Der i-de-a-le Workshop
- dauert zwei Schultage, plus Abendveranstaltung an der Schule
- hat eine Teilnehmerzahl von 8 bis 12
- wird in AG-Form durchgeführt, klassen- und stufenübergreifend
- findet OHNE Beteiligung einer Lehrkraft statt, auch nicht „ich setz mich kurz in die Ecke und seh zu“!
- erfordert keinerlei Vorkenntnisse
Was wird angeboten?
Ich gestalte einen Workshop so, wie ich ihn mir zu Schulzeiten gewünscht hätte. Die zwei Tage sollen Abwechslung zum sonstigen Unterricht bieten, in der Hauptsache Spaß bringen. Spaß im Bezug darauf, das Format Poetry Slam zu entdecken und zu erleben. Das Erleben beinhaltet die zwei großen Schwerpunkte, Textproduktion und Textvortrag.
Zunächst gebe ich anhand von Audio-, Video- und Egopräsentation einen Überblick dessen, was beim Slam überhaupt geschieht, welche Art Texte und welche Vortragsrollen existent und vermittelbar sind. Nach der relativ kurzen Einführung, die auch schon einen „Auftritt“ jedes Workshopteilnehmers beinhaltet, geht es richtig los. Die Schüler werden durch vorbereitete oder spontan erdachte Übungen dazu gebracht, die Scheu vor dem Mikrofon, der Auftrittssituation und vor allem vor sich selbst abzubauen. Denn der beste Text bringt nichts, wenn er mit Hemmungen vorgetragen wird. Nach den ersten Kontakten mit der Auftrittssituation geht es ans Texten – ans texten von Texten, die nicht für die Schublade oder den Leitz-Ordner, sondern für den Vortrag vor Publikum geschaffen werden. Dabei nehme ich die Funktion eines Starthilfekabels und eines Notarztes gleichermaßen ein, gebe Themen und Textbausteine vor, die nicht zwingend verfolgt werden müssen, berate, lobe, kritisiere, überlasse die Textarbeit jedoch zu großen Stücken den Schülern selbst. So kann genau das Erhoffte zustande kommen: individuelle Texte, in denen sich die Schüler auch einmal auf völlig andere Weise ausdrücken können als im sonstigen Schulalltag. Nach der ersten Stufe der Texterarbeitung (denn ein Text ist niemals ganz fertig und immer im Fluss) folgt wieder der Auftritt: üben, üben, üben, performen, schreien, flüstern, schauspielern, das Mikrofon als guten Freund gewinnen. Sind alle mit allen anderen zufrieden, machen wir Feierabend. Das ist mein Workshop.
Wie komm ich zum Ritter?
Bamberger Schulen wenden sich vertrauensvoll an Nicole Schlosser, die im Kulturamt Bamberg die Workshops koordiniert.
Alle anderen (natürlich auch überregional) wenden sich direkt an mich.

