Egomania // Christian Ritter


SEIN Leben
November 24, 2007, 6:55 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Nicht kategorisiert

Christian Ritter vereint derzeit folgende Ämter in sich:

  • bester Slammer Frankens (noch bis April, dann vielleicht wieder)
  • erster und alleiniger Träger des “Goldenen Zipfels” (Bamberger Kleinkunstpreis)
  • Fixpunkt des Würzburger Slams (Moderator und Organisator)
  • Buchautor und Hansdampf auf allen Bühnen
  • beim Bamberger Studiradio Uni-Vox:
    • Antidiskriminierungsbeauftragter
    • Special Agent Viral Marketing Abteilung Video
    • Comedyschreiber
    • Comedysprecher (Hauptrolle) der neuen, streng geheimen Serie, die im Sommersemester 2008 startet
  • Redakteur eines ebenfalls noch streng geheimen Magazin-Projekts, das auch irgendwann in diesem Jahr starten könnte
  • diverse Underground-Projekte, zu viele

Wie konnte es dazu kommen?

Der literarische Lebenslauf des C. Ritter

Das erstes Kapitel
1983
, eines Sonntags im Februar: Ich bin da!
1984: erstes Wort: “ich” “Auto” (wenn ich mich recht erinnere)
1986: Tschernobyl. Darf nicht in den Sandkasten. Greife stattdessen zum Stift und male ein Haus. Und ein Feuerwehrauto.

Reifejahre
1989: Einschulung. Verarbeite Dieses Erlebnis später in der Geschichte “Die Pimps der 1A”
1991: Schreibe bei Aufsätzen mit Vorgaben wie “Mein schönster Tag in den großen Ferien” skurrile Vampirgeschichten (mit streams of consciousness!). Mir wird angeraten, das alles als Traum zu verkaufen, dann gibt’s das nächste Mal ne 1.
1992: Erste Bühnenerfahrung: Spiele das kleine Schulteufelchen und kann die Texte von allen anderen gleich mit auswändig. Kein Wunder. Habe viermal so viel Text wie der Rest. Dilettanten!
1993: Gymnasium. Herber Rückschlag. Glaube wie immer, ich kann eh alles und bekomme die erste 3 meines Lebens. Noch dazu in einem Diktat! Schreibe seitdem “Armaturenbrett” richtig.
1994/95: Fertige unter falscher Identität Liebesbriefe an und lasse Mädchen schmachten. Bekomme im Gegenzug gefälschte Liebesbriefe. Alle anderen auch. Interessiere mich kurzzeitig für Fußball.
1998: Bekomme für einen Aufsatz einen Preis von der Sparkasse. Der Herr Kassenhans (hieß bestimmt anders) sagt, das könne er nicht und er fände es toll. Recht hat er.
1999: Meine Deutschlehrerin sagt mir im Vertrauen, sie lese meine Aufsätze “mit Begeisterung und meistens zuerst”. Finde sie seitdem auch sehr sympathisch.
2000: Beende meine Auseinandersetzung mit der französischen Sprache: “Je na sais rien!” ist alleiniger Inhalt meiner letzten Französischarbeit.
2002: Schreibe große Teile der Abizeitung. Bringe es mit einer offensichtlichen Satire fertig, dass sich Herr S. (Hauptbestandteil der Satire) für einen Tag lang außer Stande sieht, zu unterrichten. Er lädt mich zu einem klärenden Gespräch in sein Haus ein. Könnte ich so allmählich mal hingehen eigentlich.
auch 2002: Mein Deutsch-LK-Lehrer verabschiedet mich auf der Abiturfeier mit den Worten: “Christian, du überschätzt dich maßlos!”

Alma Mater
2003:
Die nährende Mutter Universität nimmt mich in Bamberg an ihre Brust.
2004: Mache eine Entdeckung, die mein Leben in seinen Grundfesten erschüttern soll: den Bamberger Poetry Slam. Schreibe Weiter oben (die Geschichte), nehme teil und gewinne. A star is born! Uni läuft jetzt so nebenher.
auch 2004: Nehme an einem Schreibwettbewerb teil und werde prompt nach Berlin zu einem Workshop eingeladen. Sehr eigenartig das alles. Gefühlsgeschwurfel regiert die Texte der anderen. Meine werden nicht als Literatur anerkannt. Was wissen die schon.
2005: Das Erlernen einer toten Sprache erscheint mir zwecklos. Lateinkenntnisse waren Voraussetzung, um mein Studium fortzuführen. Wechsle den Studiengang. Bin aber nun in der Lage, geschickt lateinische Begriffe in meine Aussagen einfließen zu lassen, so dass man glauben könnte, ich hätte es tatsächlich gelernt.
auch 2005: Neben der Slamkarriere werde ich Radiocomedyschreiber, verfasse 13 Folgen “Die WG”, inspiriert von meiner persönlichen Lebenssituation.
auch 2005: Gründe mit Casjen Ohnesorge das Slam-Team “Ritter Ohnesorge von der traurigen Gestalt” (mittlerweile: “Horse Gin Retorte”). Erste Teilnahme am National Slam in Leipzig, in Team und Einzel. Seitdem Standard.
auch 2005: Gründe meinen Poetry Slam in Würzburg.
2006: Suche und finde einen Verlag. Release von Weiter oben (dem Buch). 25 Geschichten kommen unter, etwa ein Drittel des bis dato Fabrizierten.
2007: Gewinne den Frankenslam und einen Goldenen Zipfel. Freue mich.
auch 2007: Eröffne dieses fantastische Blog.
auch 2007: Bringe mein zweites Buch halb|neu heraus.

PS: Auch im Nachhinein gültige Knebelverträge halten mich davon ab, über schreiberische Tätigkeiten in Werbeagenturen, bei Boulevardzeitungen, Comedysendungen und Soap Operas zu berichten. Auch wenn da so manches recht brisant wäre.


1 Kommentar bis jetzt
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Aha, die wirklich interessanten Sachen musst du uns also vorenthalten, hm hm.

Kommentar von Olli Januar 28, 2008 @ 8:46 Uhr vormittags



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