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Das Interview wurde Ende Oktober 2007 im West-Salon des Ritterschen Anwesen geführt. Dazu reichte man Gebäck und Malzbier …
A new blog is born. Mal wieder. Um dieses Ereignis gebührend zu feiern, traf ich mich mit Utze und Herrn Müller auf einen kleinen Plausch, EXKLUSIV hier nachzulesen.
Herr Müller: Guten Morgen, Herr Ritter.
Ich: Hallöchen. Wollte Utze nicht auch mitmachen?
Herr Müller: Der ist grade … nicht am Platz.
Ich: Aushäusig?
Herr Müller: Zu Tisch! Oder in einem Meeting.
Ich: Schau an.
Herr Müller: Herr Ritter, kommen wir mal zum Punkt. Warum schon wieder ein neues Blog? Hat die Welt darauf gewartet?
Ich: Ja.
Herr Müller: Wie ist das zu verstehen, Egomania? Ego statt Emo? Wo liegt der tiefere Sinn?
Ich: Was? ‘tschuldigung, ich war grade mit mir selbst beschäftigt. Könntest du die Frage …
Herr Müller: Nein.
Ich: …
Herr Müller: Herr Ritter, jetzt mal im Ernst. Ihr altes Blog fing gerade an, sich zu etablieren, die Zugriffszahlen stiegen stetig, nicht mal mehr alle Finger und Zehen reichten aus, um die durchschnittliche Tagesbesucherzahl abzuzählen. Warum der Neubeginn?
Ich: Ich habe einen Traum: Ich möchte die Leute, die mein Blog ansehen, nicht an den Fingern, sondern an meinen Körperhaaren abzählen können. Außerdem sah das alte Blog einfach scheiße aus. Hier sehe ich eindeutig mehr Perspektiven. Auch, und gerade, für die Jugend und den ostdeutschen Arbeitsmarkt.
Herr Müller: Ist es nicht eigentlich eher so, dass Sie letzten Sonntag einfach ein bisschen zu viel Zeit hatten?
Ich: Ich habe das schon immer gesagt und stehe nach wie vor dazu: Ja.
Herr Müller: Was hatten Sie heute zum Frühstück?
Ich: Rühreier.
Herr Müller: Sie essen Ei?
Ich: Sind wir hier bei der SZ?
Herr Müller: Gott bewahre.
Ich: (sehe auf die Uhr)
Herr Müller: Wie muss man sich das vorstellen, Christian Ritter zu sein? Ist man da eher der Schriftsteller, der im stillen Kämmerlein dahinbrütet und eine fabulöse Kurzgeschichte nach der anderen fabriziert? Oder doch eher der Bühnenmensch Christian Ritter, der Entertainer, der es schafft, die einfachen Leute von der Straße zu begeistern und ihnen ein Lächeln abzuringen, gelegentlich auch orgiastischen Beifall? Oder einfach der ganz normale Germanistikstudent, der jeden Tag bis 16 Uhr schläft und einmal die Woche zur Uni schlurft?
Ich: Von allem ein bisschen.
Herr Müller: Herr Ritter, es war mir eine Ehre, Sie interviewen zu dürfen.
Ich: Das wäre es mir auch gewesen. Wenn du raus gehst, nimm doch bitte den Müll mit.
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