The Christian Ritter Blog


Heiteres Notenraten – mit Sachpreis!
10. September 2008, 6:39
Gespeichert unter: Uni

Nach dem Kanzlerinneneintrag hat sich erneut eine gewisse Kommentarfäule breitgemacht.
Deshalb lehne ich mich nun in zweierlei Hinsicht weit aus dem Fenster…

Die vorletzte Heavy-Learning-Nacht ist fast vorbei, Zeit für ein Gewinnspiel:

Donnerstag (morgen) Nachmittag trete ich, wie berichtet, zur ersten Diplomprüfung an. Das dazu passende Gewinnspiel geht so:

Wer als Erster die Note voraussagt, die ich bekomme, darf sich ein Geschenk im Wert von bis zu 10 Euro aussuchen, inklusive Versandkosten für Weiterwegwohnende. Eine Empfehlung hätte ich auch.  Und so, lieber Leser, kannst du GANZ EINFACH teilnehmen:

In den Kommentaren

1. die Notenvoraussage und
2. den gewünschten Sachpreis eintragen.

Das Wettbüro ist bis Donnerstag, 18.00 Uhr geöffnet.



Unnützes Wissen tatsächlich unnütz!

Im Rahmen der Vorbereitung auf meine Diplomprüfung im Schrägstrichfach Volkskunde/Europäische Ethnologie beschäftige ich mich derzeit mit Sagen – mythologischen, dämonologischen, geschichtlichen, ätiologischen und auch modernen Sagen, auch als Urban Legends oder FOAFTALEs (Friend Of A Friend Tale) bekannt bekannt. Ein Beispiel:

Freunde von mir waren kürzlich bei den Olympischen Spielen und haben ihren Hund mitgenommen. Sie gingen in ein Pekinger Restaurant, wo die Empfangsdame ihnen freundlicherweise den Hund abnahm. Sie dachten, er würde nun zum Dog-Sitting kommen. Weit gefehlt: Nach dem Essen (es wurde einfach so serviert) fragten sie das Fräulein, wo denn der Hund abgeblieben sei – sie deutete auf ihren Bauch.

…und fragte „Hat ni gesmää?“ (kleiner Zusatz meinerseits)

Um den Wahrheitsgehalt geht es zwar nicht, wenn man sich auf ethnologische Art mit der Erzählforschung befasst, doch es ist ein interessanter Nebenaspekt, der vor allem im Netz heftig diskutiert wird.

In unmittelbarer geistiger Nähe zu den foaftales wohnen abenteuerliche Gerüchte und Fakten aller Art, die ich in ihrer Gesamtheit mal als Popwissen umschreiben würde – in manchem Lifestyle-Magazin mit der Zielgruppe „dem Trend hinterherrennend und irgendwie um die 30″ werden sie auch als Unnützes Wissen bezeichnet.

Wie unnütz dieses Wissen tatsächlich ist, darauf stößt man, wenn man sich mit eben diesen modernen, oral und medial verabreichten Sensationenshäppchen etwas näher befasst. Hier sind nun einige mit Quellen (Q) versehene RICHTIGE und RICHTIGSTELLENDE Fakten:

Albert Einstein hatte zwar in seinem Abschluss-Zeugnis mehrere Sechsen, war aber dennoch ein herausragender Schüler. Das Gerücht, er sei zu Schulzeiten brotdumm gewesen, beruht auf einem Missverständnis seines ersten Biographen, bezüglich der Notengebung in Alpenländern. Einstein hatte in der Schweiz seine Matura absolviert – wo bekanntlich Sechsen den deutschen Einsen entsprechen. (Q)

Ein Satz wie „Die Erde ist eine Scheibe, Galileo!“ ist niemals gefallen. In diesem beeindruckenden Werbespot wurde das zwar in den 1990er Jahren behauptet doch tatsächlich ging es in der Auseinandersetzung zwischen Galileo Galilei und der katholischen Kirche um Auseinandersetzungen hinsichtlich des ptolemäischen und des kopernikanischen Weltbilds, wie jeder Schüler es in seinem Brecht hätte nachlesen sollen. Die Ehrensenf-Redaktion hat das wohl nicht getan.
Ich finde ja, der Dialog „Die Sonne dreht sich um die Erde, Galileo.“ – „Nein!“ hätte der Werbewirkung keinen Abbruch getan. Allerdings hätte man dann den Meereshorizont am Ende wohl etwas weniger kugelig gestalten müssen.

In der Sprache der Eskimos* existieren nicht viel mehr Ausdrücke für „Schnee“ als in jeder anderen Sprache auch. (mehr…)



Fachfremde Erfolge
19. Juni 2008, 8:15
Gespeichert unter: Everyday Weird, Poker, Uni

Es ist ein Graus! Gerade jetzt, 8 Uhr ct, habe ich die Präsentation meiner Diplomarbeit in ihrem derzeitigen Stadium. Natürlich habe ich, wie es meine Art ist, entschieden, alles mal schön vor mir herzuschieben und in den letzten zwei Nächten richtig reinzuhauen, damit das alles ordentlich aussieht. Wer kann schon ahnen, dass so was Abstruses wie ein Pokerturnier dazwischenkommt?

Ich ging also gestern Abend um 18 Uhr zu besagtem Turnier, in der Hoffnung, dass ich schön zwei Stunden spielen und mich dann wieder an die Arbeit machen kann. Denkste!
Mit 60 Teilnehmern wurde an 6 Tischen gespielt, wenn sich die Spieler dementsprechend reduziert hatten, wurden die Tische zusammengelegt. Und so erlebte ich das Turnier mit 6, 5, 4, 3 und 2 Tischen und saß plötzlich nach 5 Stunden am Final Table. Wie es wohl nicht anders kommen konnte, verabschiedete sich Einer nach dem Anderem auch von diesem Tisch und ich saß plötzlich im Heads-Up, hatte schon 10 Liter Bier getrunken gewonnen und dem Sieger wunk dazu noch ein iPod. Ich wollte ja nie so hip sein und so etwas besitzen. Aber vielleicht gewöhnt man sich dran.

Fragt sich nur, was jetzt nachhaltiger ist. Der Sieg über 59 beim Poker oder die höchstwahrscheinlich sehr unkoordinierte Präsentation meiner Diplomarbeitsfortschritte grade im Moment?
Immerhin konnte ich so ab halb 2 heute Nacht weitermachen mit der Vorbereitung und immerhin siehts ganz gut aus, so auf dem Papier.
Ein Bett wäre aber fast noch schöner im Moment.

Nachtrag 11:05 Uhr: War gar nich so schlimm. Jetzt schlafen bis Fußball …



Wozu eigentlich der ganze Aufwand?
29. April 2008, 12:51
Gespeichert unter: Uni

War eben im Prüfungsamt, meine Scheine einreichen, um mal gezielt auf die Diplomarbeit zusteuern zu können.

Das läuft dann so:
„Medienrecht, Übung.“
„Hier bitte.“
„Hauptseminar Neuere Deutsche Literaturwissenschaft.“
„Hier bitte.“
„3 Exkursionstage, Europäische Ethnologie.“
„Hier bitte.“
(und so weiter)

Am Ende dann die nette Frau zu mir: „So, dann haben wir ja alle.“
Vor mir liegen allerdings noch zwei Scheine.
Ich: „Und was ist mit den zwei Hauptseminaren in Kommunikationswissenschaft?“
Sie: „Ach? Moment… oh, die hatte ich schon angeklickt, gut dass Sie’s sagen.“

Tja, wenn man sowas nur vorher wüsste. Man könnte sich ganz easy mehrere Wochen Hausarbeitsanfertigung sparen und dafür mal öfter in Urlaub fahren.
Bei eBay gibt’s bestimmt auch nen guten Preis dafür:
HS-Schein, Uni-Bamberg, ab 1 Euro, sofort kaufen für 49,99.



Jugendsünden
16. April 2008, 6:03
Gespeichert unter: Medialala, Uni

Ich war ja mal, vor etwa drei Jahren, Comedychef bei unserem sympathischen Uni-Radio Uni-Vox. Das bin ich jetzt wieder. Es wird was ganz ganz tolles Neues geben, die Skripts stehen schon. Aber darum gehts gar nicht.

Ich dachte ja, sie seien verschollen, aber vor Kurzem sind ein paar Folgen der alten Comedy „Die WG“ wieder aufgetaucht. Echte Klassiker! Da hatte die Telekom noch Monopolstellung, die Frau hat brav gekocht und alle wollten das Hausschwein Schopenhauer essen. Man kann richtig nostalgisch werden – und sich das alles ANHÖREN.