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Ich war ja in Paris gewesen … tun. In etwa so müssen sich meine Konversationsstümmel wohl für die Franzosen angehört haben. Irgendwie konnte ich mich dennoch immer verständlich machen, habe sogar alle Anlaufpunkte gefunden und slammen durfte ich ja auf deutsch.

DIE Pariser Touristenattraktion. Dahinter der Eiffelturm.
In zwei Tagen hatte ich drei Auftritte. Wegen dem ersten hatte mich arte bzw. Slam Tribu bzw. der Trierer Slam eingeladen (ja, is kompliziert), allerdings habe ich mich während der Show etwas unverstanden gefühlt. Woran’s wohl lag?
Tags darauf wollte ich mal den Eiffelturm sehen, wurde von einer Schulklasse aus NRW als Deutscher enttarnt („Tschuldigung, bist du deutsch?“ – „Ja.“ – „Das sieht man voll.“) und kaum zwei Minuten später hatte ich wieder die Slamtexte in der Hand. Spectacle gratuit. Danach gab’s nochmal das Gleiche für Thüringer.

"Maman, qu'est-ce que l'homme là fait?" - "Il a besoin d'argent."
Bilder auch von anderen Menschen, Bauwerken und Backstagebereichen (samt Text!!) nach Weiterklick.
Was war das gestern für ein kurioser Tag. Passte zu meiner Mini NRW Tour irgendwie. Der krönende Abschluss trug sich so zu:
Würzburg, Bahngleis 8, ich habe gerade einen Hürdenlauf durch 5 ICE-Waggons hinter mir, da ich mich im Bistro verquatscht und den Fahrplan falsch gelesen hatte (das Eine führte zum Anderen).
Der frisch gewaschene RE Richtung Bamberg blitzblankt vor sich hin, die Anzeigetafel verkündet, es würde auf Anschlussreisende gewartet. Keine Anschlussreisenden in Sicht. Daher mein Plan: Ich stelle mein Gepäck schonmal rein, rauche auf Sprungdistanz zur Tür ein schnelles Zigarettchen und behalte den Aufgang im Auge, um zeitgleich mit den zu erwartenden Anschlussreisenden endgültig einzusteigen.
Das Bahngleis bleibt unfrequentiert, im Zug selbst kann ich kaum mehr als 3 Menschlein erkennen, ein laues Lüftlein weht mir das Frühlingsjäckchen näckisch um die Hüfte und ich verliere mich etwas in Gedanken. Wenn ich ernsthaft nachdenke, beginne ich automatisch in einem kleinen Kreis zu tapern. Jedesmal, wenn der Zug wieder in mein Blickfeld gerät, erschrecke ich kurz, weil ich mir einbilde, er bewege sich. Quatsch, kann er ja nicht, solange die Nachzügler (Nach-Zügler!) noch nachzügeln. Wird ja wohl eine Durchsage kommen, wenn er wahrhaftig mal losfahren sollte. Wir sind schon über 10 Minuten über der Zeit. Da fährt er los. (mehr…)
Das war mal ein Wochenende! Ich habe mich erst vor wenigen Stunden davon erholt, denn es hat Spuren hinterlassen. Unappetitliche Spuren, auf die nicht weiter eingegangen werden muss – und die aus Ungereimtheiten im Magen-Darm-Trakt hervorgingen. Anscheinend hat es so ziemlich jeden erwischt, mit dem ich Samstag Nacht durch Augsburg gezogen bin. Pünktlich zur Abreise nach Zürich, in 12 Stunden, habe ich mich so ziemlich erholt. Nochmal auf Anfang:
Freitag war Slam in Augsburg. Nicht wie gewohnt in der Kresslesmühle, sondern im Rathaus. Im Sitzungssaal des Stadtrats sogar. Wir Slammer saßen auf der Regierungsbank dem Publikum gegenüber, was auch mal eine ganz neue Erfahrung war und mein Interesse für Politik einen Hauch gesteigert hat.
Ich bin sowas von im zeitlichen Verzug. Seit dem letzen Eintrag habe ich schon 3 Slams erlebt. Aber knüpfen wir mal chronologisch und in aller Kürze an:
Als ich Freitag in Aschaffenburg um Punkt 11 Uhr von der Putzfrau geweckt wurde („Oh, Entschuldigung, Sie schlafen ja noch.“) fühlte ich mich voll des Tatendrangs und beschloss, sobald als möglich Richtung NRW aufzubrechen. Nach dem nachmittäglichen Check-In in Köln und der Assimilierung an die rheinische Lebensart (Kölsch) wurde nach Aachen zum Slam aufgebrochen.
Nach einem kleinen Wegfindungsirrtum fand ich mich auch gegen 20.30 Uhr in der Raststätte ein, fast gleichzeitig startete der Slam. Alte Bekanntschaften, nämlich die mit Anke Fuchs und Florien Cieslik, wurden flott aufgefrischt und schon konnte es los gehen. (mehr…)
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Es wird wohl ein Disaster werden.
Vorgestern bin ich krank aufgewacht, habe mich mit Fenchelhonig und heißer Milch und Tee und Tabletten zugeschüttet, was dazu geführt hat, dass es mir gestern wieder einigermaßen ging. Heute ist es aber noch schlimmer als vorgestern. Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Schnupfen – Erkältung halt. Für das Wochenende hatte ich eine Spontantour Aschaffenburg – Aachen – Köln geplant. Die fällt jetzt ins Rotzwasser.
Aschaffenburg lasse ich mir aber nicht entgehen und gehe gleich los zum Bahnhof. Mal schauen, ob frische Luft und Zugfahren eine gute Medizin sind. Außerdem gibt es da wohlhabende Damen, die gerne Bücher kaufen, und ein Hotelzimmer. Ein echtes, nicht etap oder so. Und Catering im Backstage, sogar mit Tee, wenn ich mich recht erinnere. Sollte mich der Luxus also über Nacht heilen, werde ich morgen nach Aachen weiterreisen.
Erstmal konzentriere ich mich aber darauf, den schon an meinen Zustand angepassten, sprich gekürzten Text irgendwie ohne Hustenanfall oder Kollaps runterzuslammen. Ob es geklappt hat, wird heute Nacht (falls es WLAN gibt) oder morgen berichtet. Tata!
FORTSETZUNG 0:30 Uhr:
Es wurde kein Disaster.


