Fachfremde Erfolge
Es ist ein Graus! Gerade jetzt, 8 Uhr ct, habe ich die Präsentation meiner Diplomarbeit in ihrem derzeitigen Stadium. Natürlich habe ich, wie es meine Art ist, entschieden, alles mal schön vor mir herzuschieben und in den letzten zwei Nächten richtig reinzuhauen, damit das alles ordentlich aussieht. Wer kann schon ahnen, dass so was Abstruses wie ein Pokerturnier dazwischenkommt?
Ich ging also gestern Abend um 18 Uhr zu besagtem Turnier, in der Hoffnung, dass ich schön zwei Stunden spielen und mich dann wieder an die Arbeit machen kann. Denkste!
Mit 60 Teilnehmern wurde an 6 Tischen gespielt, wenn sich die Spieler dementsprechend reduziert hatten, wurden die Tische zusammengelegt. Und so erlebte ich das Turnier mit 6, 5, 4, 3 und 2 Tischen und saß plötzlich nach 5 Stunden am Final Table. Wie es wohl nicht anders kommen konnte, verabschiedete sich Einer nach dem Anderem auch von diesem Tisch und ich saß plötzlich im Heads-Up, hatte schon 10 Liter Bier getrunken gewonnen und dem Sieger wunk dazu noch ein iPod. Ich wollte ja nie so hip sein und so etwas besitzen. Aber vielleicht gewöhnt man sich dran.
Fragt sich nur, was jetzt nachhaltiger ist. Der Sieg über 59 beim Poker oder die höchstwahrscheinlich sehr unkoordinierte Präsentation meiner Diplomarbeitsfortschritte grade im Moment?
Immerhin konnte ich so ab halb 2 heute Nacht weitermachen mit der Vorbereitung und immerhin siehts ganz gut aus, so auf dem Papier.
Ein Bett wäre aber fast noch schöner im Moment.
Nachtrag 11:05 Uhr: War gar nich so schlimm. Jetzt schlafen bis Fußball …
Bye Bye, Bye Bye
Grüße an Wolf Hogekamp und auf Wiedersehen für das Wochenende!
Zum ersten Mal dieses Jahr zieht es mich zurück in die Urheimat, das Liebliche Taubertal.
Auf dem Programm steht ein “Pokerabend nur für Männer” (wie es sich gehört) am Freitag, womöglich ein Meet&Greet mit AbikollegInnen (Abi 2002 rules!) am Samstag und schließlich gehts am geheiligten Sonntag (auch zum ersten Mal dieses Jahr (nur dieses?)) in die Kirche zur Kommunion meiner Cousine.
In diesem weitestgehend unergründeten Landstrich (”Badisch Sibirien”), gibts zum Großteil noch nicht mal DSL. Ab ins Offlinewochenende …
Rückfällig
geworden bin ich gestern Nacht. Gegen 4 Uhr früh haben sich meine Mitbewohner in ihre Zimmer verzogen und ich dachte so “och, bin noch gar nicht müde, da könnte ich mal wieder ein bisschen Geld beim Online-Poker einzahlen”. Gedacht, getan. Die Summe möchte ich nicht nennen, aber ich hab die Kohle gestern Nacht vervierfacht.
Nun, nachdem heute der Bamberger Slam ohne klaren Sieger (der Felix Brenner gewesen wäre) zu Ende gegangen ist und sich zudem niemand feierwillig gezeigt hat (ob das wohl was damit zu tun hatte, dass wir alle gewonnen haben? Wer soll denn da was ausgeben?) blieb mir eigentlich nix anderes übrig. Was soll ich denn als attraktiver, erfolgreicher Single, der erst wieder um 18 Uhr in die Uni muss, machen? Seit 2 Stunden bin ich wieder voll im Spielrausch, hab meinen Einsatz verdoppelt gerade verdreifacht und will aber eigentlich nur ins Bett. Nur schaffe ich das nicht. Könnten ja noch AA kommen oder so. Deshalb lenke ich mich während der Hände, die ich aussetze, mit Blogeinträgen ab.
Gut, wenn die Sache so weiter läuft, ist daran nix auszusetzen, aber wenn dann mal wieder das große Verlieren einsetzt, bin ich richtig schlecht drauf. Da wollte ich nur mal alle vorwarnen. Und nebenbei noch bestätigen, dass mein Text “Ritter, angenehm” stellenweise durchaus ernst zu nehmen ist.
Ich neige zur Spielsucht, Poker, Sportwetten und Greifarmautomaten. Ich mag das Geräusch, das entsteht, wenn ein Nachtfalter direkt in eine Glühbirne fliegt …
Man braucht halt diverse Süchte, sonst macht das ganze doch gar keinen Spaß.
Außerdem sind die Weihnachtsgeschenke jetzt bezahlt.