Gespeichert unter: Photographie | Schlagworte: Essen Hauptbahnhof


Es ist ja neuerdings schick, sich sein Land ins Gesicht zu malen, wenn man sich in Horden zusammenfindet, um sich Fußball anzugucken.
Das habe ich hier mal illustriert.
Weniger schick finde ich es, wenn man sich eine Fahne nimmt, die einem gar nicht gehört, im Sinne von: die Fahne eines anderen Landes, und sie nicht grade pfleglich behandelt.
Wenn sich beispielsweise beim Public Viewing in Bamberg beim Halbfinalspiel eine Gruppe Nazis unter die türkisch-deutschen Zuschauer gemischt hätte, eine türkische Fahne herausgeholt, sie angezündet und auf den Boden geschmissen und dann draufgespuckt hätte, nein, mit so was käme ich gar nicht klar. Dann würde es mich erfreuen, wenn plötzlich der halbe Maxplatz in “Nazis raus!”-Schreie ausbrechen würde, um die braune Brut zu verjagen, was letztendlich auch klappt.
Aber wie komme ich nur auf so abartige Ideen? Weiß nicht. Die Leute vom Fränkischen Tag, der einzigen Zeitung in Town, haben sich gestern zwar mit wichtigen Dingen beschäftigt - der neue Name vom Hallenbad, die Frauengruppe der freiwilligen Feuerwehr, Gartenführungen - von Nazis stand da aber nix.
Bei Radio Bamberg, das für das Public Viewing verantwortlich ist, stand unter der Überschrift “Friedliches Fußball-Fest”: “Bamberg und Forchheim feierten den Einzug der deutschen National-Elf ins EM-Finale laut aber ohne Randale.”
Naja, ok, wenn es nicht in den Medien auftaucht … hab ich mir wohl alles nur eingebildet …
[Ich schreibe diesen Post zum dritten Mal - wegen der fantastischen neuen WordPress-Benutzeroberfläche, der meine Vorhaben wohl nicht gefallen und die je nach Laune alles anders darstellt oder gleich löscht. Ich bin ruhig. Seeehr ruhig.]
Jetzt gehts los:
Hier lassen sich die Sieger des Würzburger Aprilslams in trauter Zweisamkeit bestrahlen. Dennis Schüssler und Nadja Schlüter:

Die meisten anderen Bilder sind leider völlig unbrauchbar aufgrund Hardcoreverwackelung meinerseits. Ein kläglicher Rest ist geblieben. Den gibts hier: (mehr…)
Mensch, wieso bin ich darauf nicht selbst gekommen?

Ritzgraffito auf Herrentoilettentüre, Wertheim Village.
Nach fast drei Wochen endlich mal wieder geslammt. Am Freitag wurde ich angerufen, ob ich nicht in Erlangen mitmachen möchte. Da hab ich nicht sonderlich lange überlegt, weil ich froh war, dass mich nach der Absagen von Südwild mal wieder jemand auftreten lassen wollte. Ich lasse mich ja lieber bitten statt selbst zu fragen. (Wenn ich Smiley-Fan wäre, würde hier eines stehen.)
Gut, also ab nach Erlangen. Obwohl das mein, geschätzt, zehnter Slam dort war bin ich das erste Mal mit dem Zuge angereist, um maximal Zeit für den Konsum des Buchs “Slam” von Nick Hornby abschöpfen zu können (ich lese das NICHT des Titels wegen, muss aber eingestehen, dass ich deshalb darauf aufmerksam wurde).
In der Konkurrenz waren sowohl regionale als auch alte Bekannte von außerhalb versammelt, neben Peter Parkster und Frau Wortwahl standen Dorian Steinhoff und Micha-El Goehre auf dem Menu (und viele viele andere). Letzterer hat dann auch gewonnen, nämlich mit dem legendären Kaffee-Text. Hier ein visueller Eindruck: (mehr…)
Um das Rauchverbot zu umgehen, lassen sich findige Kneipiers so einiges einfallen. An der Pforte einer meiner Stammlokalitäten in Bamberg wurde uns Einlassbegehrenden neulich mitgeteilt, dass die Kneipe nun keine Kneipe mehr im eigentlichen Sinn ist, nein, sie ist jetzt mehr so ein Vereinsheim.
Denn pünktlich zur Jahreswende wurde der kneipeneigene “Kulturverein” gegründet, in den jeder Gast gebeten wird, kurzerhand einzutreten. Ein Euro Jahresbeitrag. Da man sich somit in geschlossener Gesellschaft befindet, scheint das Rauchverbot für öffentliche Räume aufgehoben und alle quarzen munter weiter. Ich meine sogar, beobachtet zu haben, sie rauchen mehr als früher. Aus Spaß an der selbstgezimmerten Anarchie (mehr…)
Frauen an die Mikrofone! So gehört sich das. Anita, Marta, Clara und Susanne “Frau” Wortwahl hießen sie und machten die Platzhirsche platt. 9 Teilnehmer, 4 Frauen, 2 im Finale, eine Siegerin. Ein Abend, der Alice Schwarzer gefallen hätte, der guten Feministenseele.
Marta D. Bednarczyk heißt die Slammerin, die den größten Applaus und die mit Abstand meisten Wäscheklammern für ihre abgeklärten Storys rund um Sex, Drugs & Roommates geerntet hat und dafür den gesammelten Cartman-Inhalt erhielt. (mehr…)