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AAAARGH, UMPF, NÄÄG, NICH, GRRRML!!!
Etwa diese Laute musste ich vorhin von mir geben, als ich Kerner angeguckt habe und die Gesprächsrunde um Grinsebert Bastian Sick und Wolf Schneider auf das Thema “vermeidbare Anglizismen in der deutschen Sprache” kam.
Ich wusste genau, was die beiden gleich von sich geben würden und schämte mich schon im Voraus dafür fremd.
In gefühlten 30 Rhetorikseminaren, Seminaren zur politischen Bildung im Zivildienst und sprachwissenschaftlichen Veranstaltungen in der Uni habe ich die beiden lustigen Paradebeispiele schon um die Ohren getönt bekommen. Daneben etwa genauso oft in “gut recherchierten” Artikeln gelesen.
“Die Leute glauben ja, dass”, heißt es dann immer als Einleitung. So natürlich auch diesmal.
(”Die Leute” im Sinne von “die Dummen, die grade die Privaten gucken”.)
Und dann gehts los.
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Skandal! Sick macht einen Fehler
Lieber Bastian Sick,
ich bin, gelinde gesagt, schockiert. Dass Ihnen, der Inkarnation der Sprachprüderie und -pedanterie, gerade in Ihrem Hauptberufsfeld, der Knausrigkeit im Umgang mit unser aller Rechtschreibung, Ihrem liebsten Kinde, ein Fehler unterlaufen könnte, nein, das hätte ich mir nicht zu träumen gewagt. Vollmundig verkünden Sie in jede Kamera und auf jedes Papier, das Ihnen unter die Finger kommt, dass ja eigentlich “Sick” nicht englisch-krank ausgesprochen wird, sondern wegen dem Dehnungs-c … et cetera. Und dann passiert Ihnen SO ETWAS!?
Versetzte ich mich in Ihre Lage, so stellte das, was ich heute sowohl im KulturSpiegel als auch auf SpiegelOnline lesen musste, einen Super-GAU dar, der nach einer Entschuldigung an all Ihre Ihnen sprachgläubigen Jünger schreit, die nun Gefahr laufen, sich von Ihnen abzuwenden. Zunächst aber schreit es mal nach Korrektur. Es geht um folgenden Absatz:
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Rentner-Style
Februar 19, 2008, 12:26 Uhr vormittags
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My Mustard
Ein alter Mann denkt sich etwas völlig Unsinniges aus, andere alte Menschen wollen sogar mitmachen, sind aber so senil, dass sie nicht kapieren, worum es eigentlich geht.
Die Rede ist nicht etwa von einer Kaffeefahrt nach Stegaurach sondern von Gotthilf Fischers Selbstzelebrierung (das ist nicht der Dicke mit Parkinson, sondern der Zerknautschte mit den Chören):
Hunderttausend Leute wollte er dazu animierne, ihm “Happy Birthday” auf den Anrufbeantworter zu singen, um eine CD daraus zu machen. Super Idee! Und so ging’s aus:
“Obwohl bislang etwa 9000 Menschen das Aktionstelefon angerufen haben, hat es bislang lediglich 1000 Stimmen gegeben, die auf der CD erscheinen könnten, sagte Fischers Geschäftspartner Hans Derer. Der Grund: Viele hätten gar nicht gesungen, sondern Fischer einfach nur in deutscher Sprache gratuliert.” (Quelle: da brand new zoomer.de)
Wenn ich gelegentlich meine Mobilbox abhöre, auf die Opa, Oma und Großtanten etwas in der Erwartung stammeln, ich würde antworten, “Christian? Christian?”, gefolgt vom resignierten “jetzt sagt er garnix”, kann ich mir lebhaft vorstellen, wie das ablief.
Was’n das? Ein Grimme!
Februar 3, 2008, 2:48 Uhr vormittags
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Medialala,
My Mustard,
Poetry Slam | Schlagworte:
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WDR Poetry Slam
Ja, genau, das da. Das ist weder das 70er-Jahre-Symbol für ein Autobahnkreuz, noch der neu designte Grüne Punkt. Schon allein deshalb, weil’s blau ist. Ich will’s nicht spannender machen als 9live, es ist das Logo des Adolf-Grimme-Preises. (Wem das zu unmodern klingt, darf den Preis sicherlich auch “Award” nennen.)
Somit wäre das geklärt und nun folgt die eigentliche Information: Der WDR Poetry Slam ist dieses Jahr in der Kategorie “Unterhaltung/Spezial” nominiert. Warum ich das schreibe? Nun, erstmal ist es ne supi Sendung, außerdem war ich da schonmal und werde auch in der dritten Staffel dabei sein. Grade läuft die zweite.
Wie hoch da nun die Chancen für einen Rookie stehen, weiß ich jetzt grade nicht, aber die Jury wird ja sicherlich auch die Faktoren “Innovation” und “Deepness” mit einberechnen. (Notiz an mich: Smiley nach “Deepness” einfügen, zur Not einen Link zum Duden setzen.) Die Konkurrenz ist aber, nun ja, stellenweise nicht ohne.
The nominees are: (mehr…)
Vereinskultur
Um das Rauchverbot zu umgehen, lassen sich findige Kneipiers so einiges einfallen. An der Pforte einer meiner Stammlokalitäten in Bamberg wurde uns Einlassbegehrenden neulich mitgeteilt, dass die Kneipe nun keine Kneipe mehr im eigentlichen Sinn ist, nein, sie ist jetzt mehr so ein Vereinsheim.
Denn pünktlich zur Jahreswende wurde der kneipeneigene “Kulturverein” gegründet, in den jeder Gast gebeten wird, kurzerhand einzutreten. Ein Euro Jahresbeitrag. Da man sich somit in geschlossener Gesellschaft befindet, scheint das Rauchverbot für öffentliche Räume aufgehoben und alle quarzen munter weiter. Ich meine sogar, beobachtet zu haben, sie rauchen mehr als früher. Aus Spaß an der selbstgezimmerten Anarchie (mehr…)
Zelli rettet die Welt
Zelli unterstützt Sie bei Ihrem Trinkprogramm! Zelli ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine süße kleine Zelle, mit Ärmchen und Beinchen, einem drolligen Kindergrinsen im Zellengesicht und einem Enzian (oder der bleuen Blume der Romantik?) in der Hand. Auf seinem Bauch steht Volvic. Zelli wohnt auf der Volvic-Flasche.
Zelli ist der Chef des Volvic-Trinkprogramms und verlautbart, dass zwei Prozent weniger Wasser im Körper zu einem Leistungsdefizit von 20 Prozent führen können. Deshalb schickt Zelli allen Volvic-Trinkern, die dumm naiv gesundheitsbewusst genug sind, sich für das Volvic-Trinkprogramm anzumelden und ihre Zellen beleben zu lassen, immer dann eine SMS, wenn man unbedingt ein Glas Volvic trinken sollte. (mehr…)
Erkenntnis des Tages
Oktober 28, 2007, 11:02 Uhr nachmittags
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My Mustard
Wenn man eh schon nicht so gut drauf ist, macht es keinen Sinn, sich Sigur Rós in Dauerschleife anzuhören.
(Bin übrigens wieder in Bamberg, kann auch damit zu tun haben.)