Egomania // Christian Ritter


Amazonigst
Mai 18, 2008, 8:22 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Buch, Medialala

Eigentlich wollte ich (und wenn ich ich sage, meine ich mein Buch) nie auf amazon erhältlich sein, weil ich mir habe erzählen lassen, wie Kleinverlage von denen abgezockt werden. Der Peter Hellmund Verlag, in dem mein Buch erscheint, fällt ja wohl in diese Kategorie. Ich hatte Peter auch schon mal gebeten, einen Gastbeitrag zu schreiben: “Warum es halbneu nicht bei amazon gibt und warum das gut ist”. Wurde aber nix draus.

Jedenfalls war ich eben überrascht, als ich beim täglichen Egogoogeln festgestellt habe, dass es mich nun doch bei amazon gibt. Warum auch immer. Wenn es nun schon mal so ist und das hier jemand liest, der auch schon mein Buch gelesen hat wäre es doch ganz nett, da mal ne wohlwollende (oder ehrliche (im besten Fall beides zugleich)) Rezension dazuzuklatschen. Die Seite sieht noch so jungfräulich aus. Danke!



Bewerte mich dreckig!
Januar 27, 2008, 11:08 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Buch, Everyday Weird, Textur

Ständiges Slammen verdirbt einen. Zumindest hinsichtlich der Beurteilungskraft des eigenen Schaffens. Man ist es ja gewohnt, einen Text vorzulesen und dafür Punkte zu bekommen, oder Applaus, oder Wäscheklammern, und schließlich Alkohol oder Bücher. Man bekommt Feedback und gewöhnt sich dran.

Da fragt man sich dann schon bei Verrichtungen des täglichen Lebens, warum nicht öfter mal eine Jury anwesend sein kann, die Wertungtafeln hochhält. “Für das geputzte Waschbecken kriegst du 4 von 5 Punkten.” oder “Klasse, dass du dir wieder einen Salat gemacht hast statt Döner zu holen. 5 Punkte!” oder “Zum wiederholten Male einen Punkt für dein Einfühlungsvermögen.”

Wenn man dann noch so was Ähnliches macht wie einen Slamtext zu schreiben, wiegt das Bedürfnis nach Beurteilung noch sehr viel mehr. Im konkreten Fall habe ich das erste Kapitel meines Romans “Post ist da” online gestellt. Doof nur, dass von den angeblich 500 Mitgliedern auf der Seite sich aktuell erst DREI die Mühe gemacht haben, mich zu bewerten. Und das nicht mal sonderlich überschwänglich.
Wenn also “irgendjemand” grade 10 Minuten Zeit hat, ich würde mich freuen. Hier geht’s lang.

Nachtrag April 2008: Nachdem mein Wettbewerbsbeitrag in der ersten Runde rausgeflogen ist, existiert nun auch die Seite nicht mehr. Ob es da einen Zusammenhang gibt?



Presse außer Rand und Band
Januar 3, 2008, 1:45 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Buch, Egomanie, Medialala, Poetry Slam

Jetzt hab ich’s aber geschafft! Der hervorragende, einzigartige FT (kleine Definition für Auswärtige: FT = Fränkischer Tag = das Bamberger Lokalblättchen = Zeitung) hat ein Autorenportrait über mich gedruckt. Wahrscheinlich. Jedenfalls ist es online und deshalb geh ich mal davon aus, dass es auch schon in der Printausgabe war. In voller Gänze HIER nachzulesen.

Einige Auszüge: Der Vierundzwanzigjährige ist Frankens bester Poetry Slammer. [...] Das ist der Startschuss für Christian Ritters Schriftstellerkarriere. [...] Er hält Lesungen, tourt durch ganz Deutschland. [...] Christian Ritter geht der (Vor)Lese-Stoff nicht aus. [...] Ein Allrounder!

Ich hab das übrigens NICHT selbst geschrieben!
(Und frohes Neues noch!!)



Rückfällig
Dezember 19, 2007, 4:39 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Buch, Poetry Slam, Poker

geworden bin ich gestern Nacht. Gegen 4 Uhr früh haben sich meine Mitbewohner in ihre Zimmer verzogen und ich dachte so “och, bin noch gar nicht müde, da könnte ich mal wieder ein bisschen Geld beim Online-Poker einzahlen”. Gedacht, getan. Die Summe möchte ich nicht nennen, aber ich hab die Kohle gestern Nacht vervierfacht.

Nun, nachdem heute der Bamberger Slam ohne klaren Sieger (der Felix Brenner gewesen wäre) zu Ende gegangen ist und sich zudem niemand feierwillig gezeigt hat (ob das wohl was damit zu tun hatte, dass wir alle gewonnen haben? Wer soll denn da was ausgeben?) blieb mir eigentlich nix anderes übrig. Was soll ich denn als attraktiver, erfolgreicher Single, der erst wieder um 18 Uhr in die Uni muss, machen? Seit 2 Stunden bin ich wieder voll im Spielrausch, hab meinen Einsatz verdoppelt gerade verdreifacht und will aber eigentlich nur ins Bett. Nur schaffe ich das nicht. Könnten ja noch AA kommen oder so. Deshalb lenke ich mich während der Hände, die ich aussetze, mit Blogeinträgen ab.

Gut, wenn die Sache so weiter läuft, ist daran nix auszusetzen, aber wenn dann mal wieder das große Verlieren einsetzt, bin ich richtig schlecht drauf. Da wollte ich nur mal alle vorwarnen. Und nebenbei noch bestätigen, dass mein Text “Ritter, angenehm” stellenweise durchaus ernst zu nehmen ist.

 Ich neige zur Spielsucht, Poker, Sportwetten und Greifarmautomaten. Ich mag das Geräusch, das entsteht, wenn ein Nachtfalter direkt in eine Glühbirne fliegt …

Man braucht halt diverse Süchte, sonst macht das ganze doch gar keinen Spaß.
Außerdem sind die Weihnachtsgeschenke jetzt bezahlt.



Ritter erklärt die Literatur (1)
Dezember 5, 2007, 2:24 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Buch

Sitze gerade an meinem Roman. Da fiel mir eben, aus einer kleinen Notlage heraus, ein schlauer Satz ein, den es sich zu merken gilt:

Wenn die Figur kein klares Profil hat,
dann ist das Profil der Figur,
dass die Figur kein klares Profil hat!



Mainz auch!
Dezember 2, 2007, 12:53 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Buch, Poetry Slam, Uni

Kennt jemand den Witz zu der Pointe? In Mainz möchte den keiner mehr hören. Warum nur? Dort war ich am Donnerstag beim Filmfestival FILMZ und habe eine Geschichte passend zu einem Kurzfilm vorgetragen. Zuvor hatte ich Donnerstagmorgen einen Auftritt in der Uni - also ein Referat, aber für mich ist das irgendwie das gleiche. Ein paar Stunden vorher, Mittwoch Abend, habe ich bei der Lesebühne in Bamberg gelesen.
Diese drei Veranstaltungen, nun wieder chronologisch, möchte ich kurz vergleichen und (streng nach dem Eva Ritter-Prinzip) bewerten:

Lesebühne WortLaut, Bamberg, Jazzkeller
Anreise:
Fünf Minuten zu Fuß, angenehm.
Stimmung/Publikum: Nahezu fast halb ausverkauft, recht intimer Rahmen, kulturell. Die freien Stühle konnte man auch als Performancekunst begreifen. (mehr…)



Zweitens wie man denkt: Das Buch ist da!
November 26, 2007, 8:08 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Buch, Medialala

Ich bin wieder genesen. Grund zur Freude! Nicht nur deshalb: DAS BUCH ist aus dem Druck gekommen. Noch habe ich keines in Händen gehalten, doch im Verlagshaus Hellmund liegen Kartons über Kartons mit nur einem Inhalt: halb neu.

covererdbeere.jpg

Am Mittwoch sollten dann auch einige viele Exemplare beim Autor eintreffen - um noch am selben Abend zu Teilen in den Besitz anderer überzugehen. Bei DEM LiteraturEVENT in Bamberg, der Lesebühne im Jazzkeller.

Wie kommt man da nun ran, wenn man es nicht direkt beim Schreiber kauft?

Wie jedes ordentliche Buch ist halb neu selbstverständlich im Verzeichnis Lieferbarer Bücher gelistet und hat eine wunderschöne ISBN, die da lautet 978-3-939103-10-3

Mit diesen Informationen, plus Autor und Titel, sollte man in seiner Buchhandlung des Vertrauens (zum Beispiel dreizehneinhalb in Würzburg oder collibri in Bamberg) ans Werk kommen. Wenn die freundlichen Buchhandelsfachangestellten rumzicken und sagen, es gäbe das Buch nicht, dann bitte dezent und bestimmt darauf hinweisen, dass sie gefälligst online im VLB suchen sollen und nicht auf ihrer CD-Rom vom letztem Quartal. Zur Not kann man das Buch natürlich bequem online beim Verlag bestellen. (mehr…)



Triple Special
November 22, 2007, 12:54 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Buch, Poetry Slam

Warnung! Der Nürnberger Christkindlmarktglühwein von Edeka verursacht bei übermäßigem Genuss schwere Kopfschmerzen und drastische Realitätsverzerrungen. Beispiel? Ich höre grade “Fräulein Wunderbar” von Peter Alexander und singe begeistert mit.
Will hoffen, dass ich das wieder in den Griff bekomme, denn in den nächsten Tagen stehen einige aufregende und herausfordernde Termine bevor, drei an der Zahl:

Freitag und Samstag steigt in Heidelberg und Mannheim das Word Up Festival, zu dem die Bundesliga der Slampoeten anrückt. (mehr…)