The Christian Ritter Blog


In der Krise liegt die Chance
31. Dezember 2008, 12:42
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Liebe Mitbürger,

für uns alle wird das kommende Jahr ein Jahr der Entbehrungen werden. Wirtschaftskrise, Rezession, Stellenabbau, Heuschrecken, Geburtenrückgang bei süßen Hundewelpen. Es gibt wenig, das zu greifen ist, wir leben in einer Periode des Schwammigen, des Treibenlassens. Welche Werte haben wir uns schon bewahrt, an denen wir uns orientieren können? Die Macht des Kapitals ist dahin. Pädagogisch korrekte Erziehung führt dazu, dass die Kinder uns auf der Nase herumtanzen. Und Obama muss erst mal beweisen, dass er der Erlöser ist. GRADE IN DER HEUTIGEN ZEIT ist es deshalb wichtig für uns alle, uns Ziele zu setzen. Ziele, die erreichbar sind, kleine Erfolgsetappen, die uns sagen lassen „Jo, isch kann!“

Ich, liebe Genossinnen und Freunde, habe mir solche Ziele gesetzt – und werde mich an ihnen messen lassen. Komme was wolle. In Gedeih und Verderb. Jetzt und für alle Zeit – vor allem und eigentlich aber 2009. Meine Jahrescharta:

  • schnellstmöglich meine Diplomarbeit vollenden
  • das Studium abschließen
  • mit dem CHECKER das beste Magazin verantworten, das Würzburg und Tauberfranken je gesehen haben
  • eine Lesebühne gründen
  • mindestens 70 Auftritte auf diversen Bühnen absolvieren
  • die BahnComfort-Karte erfahren
  • ein neues Buch publizieren
  • vielleicht auch mal nen seriösen Job finden
  • 2009 Follower bei Twitter zusammenkriegen
  • nach Island fliegen (wer will mit?)
  • mindestens einmal im Monat joggen gehen
  • mehr Obst essen (2008 war das Salatjahr)

Liebe Gemeinde (hallo Mama), fühlt euch nicht gehemmt, die Liste nach euren Vorstellungen zu erweitern. Solange ihr auf dem Teppich bleibt und nicht derart utopische Dinge wie „mehr Bescheidenheit bei der Slammoderation“ fordert. Was nehmen sich andere eigentlich vor? Mit dem Rauchen aufhören? Haha, hab ich schon die letzten 5 Jahre gemacht.

In diesem Sinne: ein dolles 2009! (wzbw)



Das erste Geschenk
18. Dezember 2008, 2:04
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Das erste Geschenk zu Weihnachten wird die TITANIC in meinem Briefkasten sein, deren Januarausgabe sinnigerweise am 24. Dezember erscheint.

Seit Wochen Monaten meiner Geburt spamme ich die Redaktion mit Bonmots voll und nun ist mal einer ins Heft gekommen. Wie der Leser des „Fachblatts“ (Sagt das außer meinem Kiosk-Mann eigentlich noch jemand? „Das Fachblatt, Dreifünfnfuffzich -ach nee, is ja teurer geworden neulich.“) weiß, findet man die paar Zeilen aus meiner Feder in der Rubrik „Vom Fachmann für Kenner“.

Es geht irgendwie um China, wenn ich mich recht erinnere.



Stimmungsbarometer
9. Dezember 2008, 2:38
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Grafische Veranschaulichung der Stimmung beim Poetry Slam in Würzburg (7.12., unter meiner Moderation) und der Lesebühne Bamberg (8.12., unter meiner Teilnahme):

stimmung

Mögliche Erklärungsansätze:

  • Nach 3 Jahren hat das Publikum in Würzburg resigniert und sich auf meine Interpretation von „Humor“  eingelassen.
  • Gemütliche Sitzgelegenheiten verderben die gute Laune. Kinosessel in Bamberg vs. Biertischbänke in Würzburg.
  • In Bamberg gab es zu wenige und zu kurze Erholungspausen.
  • Die Qualität der Beiträge kann keine Rolle spielen. Siehe: Clara Nielsen war bei beiden Veranstaltungen als Teilnehmerin mit gleichem Text dabei. Applausstürme vs. beredtes Schweigen.
  • Weitere Vorschläge?


Cinema and Radio – 2 Hinweise
8. Dezember 2008, 5:05
Gespeichert unter: Medialala

(Eine Nachbetrachtung des gestrigen Würzburgslams wird möglicherweise noch folgen. Zunächst mal Eigenwerbung.)

Heute Abend ist Lesebühne! Das läuft in Bamberg ja nicht unbedingt so ab wie andernorts. Es gibt kein festes Ensemble, nein, es werden monatlich drei Vorleser eingeladen. Heute bin ich dabei, und zwar im Lichtspiel-Kino. Zusammen mit Clara Nielsen und Dennis Langer. Ich habe zwei neue Texte, davon die Hälfte X-Mas-Content: ich werde die wahre Identität des Weihnachtsmanns enthüllen – aus der Perspektive des Nikolauses. Freu mich schon drauf. 20.30 Uhr, Lichtspiel Bamberg, danach „Bad Santa“.

Zu Promo-Zwecken, wie ich dachte, habe ich mich eben mit dem hochgeschätzten Radio Galaxy getroffen. Wider erwarten durfte ich nicht nur zwei O-Töne geben, sondern ein ganzes Interview, das wohl auch fast so lange gesendet wird, wie es war. Zu hören ab 19 Uhr im Webstream.



Der GROSSE Jahresrückblick fällt dieses Jahr aus!
7. Dezember 2008, 6:50
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Stars gegen Stars, Jauch gegen Kerner. Das wird was! Ohoooohooohooo, das wird was ganz Großes!

Also ehrlich: Jahresrückblicke. Das ist die Chart Show mit Oliver Geißen, ohne Oliver Geißen und ohne Charts. Leute sitzen rum und erzählen was. Erzählen von sich und was sie Tolles gemacht haben oder wen sie gut kennen, der was Tolles gemacht hat. Obamas Verwandtschaft zum Beispiel. Die Moderatoren loben jeden Gast in den siebten Himmel, oder auf Wolke 9, die bestimmt auch eine Rolle spielen wird. Es wird sich selbst beweihräuchert, bis einer eine Rauchvergiftung bekommt. Ein „Wetten dass…“ ohne Wetten, eine Promi-Special ohne Special. Eine Gutfühlveranstaltung für das gemeine Fernsehvolk. Was haben wir alles erlebt! Wir! Ein Glück, dass wir das endlich zum mindestens zweiten Mal sehen dürfen! Wo sind die fettreduzierten Chips?

Wer wirklich was erleben möchte heute Abend und dabei vielleicht auch mal Leuten zusehen will, die er noch nicht kennt, das alles ohne stimmungstötenden  Bildschirm dazwischen, der komme doch, sofern er in Würzburg oder nicht allzu weit davon entfernt wohnt, zu meinem Poetry Slam! Tobi Kunze gibt den Gastatar und im Wettbewerb sind wahre Könner der … das Wort „Wortkunst“ und alles Ähnliche sind mir eher zuwider … Slammerei im Großen und Ganzen. Kommet in Scharen, wie ihr das ja eh immer tut, und bringt euren geliebten Kram als Siegesprämie mit, liebe Leute.

20 Uhr ist Einlass, Autonomes Kulturzentrum Würzburg,
Frankfurter Straße 87.

Wir sehen uns!