Reisetagebuch: Aschaffenburg, Dichterschlacht

Es wird wohl ein Disaster werden.

Vorgestern bin ich krank aufgewacht, habe mich mit Fenchelhonig und heißer Milch und Tee und Tabletten zugeschüttet, was dazu geführt hat, dass es mir gestern wieder einigermaßen ging. Heute ist es aber noch schlimmer als vorgestern. Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Schnupfen – Erkältung halt. Für das Wochenende hatte ich eine Spontantour Aschaffenburg – Aachen – Köln geplant. Die fällt jetzt ins Rotzwasser.

Aschaffenburg lasse ich mir aber nicht entgehen und gehe gleich los zum Bahnhof. Mal schauen, ob frische Luft und Zugfahren eine gute Medizin sind. Außerdem gibt es da wohlhabende Damen, die gerne Bücher kaufen, und ein Hotelzimmer. Ein echtes, nicht etap oder so. Und Catering im Backstage, sogar mit Tee, wenn ich mich recht erinnere. Sollte mich der Luxus also über Nacht heilen, werde ich morgen nach Aachen weiterreisen.

Erstmal konzentriere ich mich aber darauf, den schon an meinen Zustand angepassten, sprich gekürzten Text irgendwie ohne Hustenanfall oder Kollaps runterzuslammen. Ob es geklappt hat, wird heute Nacht (falls es WLAN gibt) oder morgen berichtet. Tata!

FORTSETZUNG 0:30 Uhr:

Es wurde kein Disaster.

Im feinen Hotel Dalberg gibts WLAN, allerdings verwirrt man die Rezeptionistin doch sehr, wenn man diesbezüglich eine Gegenfrage stellt. Sie lacht wohl gerne, wenn sie was nicht weiß.

Den Slam habe ich wie durch einen Wattevorhang erlebt, nichtsdestotrotz gewonnen. Immerhin gegen Grohacke, Magister Maier, Tilman Döring und einen sehr lustigen und schnellsprechenden Aschaffenburger – und andere. Zwischendurch hat mich ein Kamerateam gefilmt, als ich mir einen Tee zubereitete. Kann man dann irgendwann auf TV Touring sehen (auf TV Touring!!!). Zusammen mit meinen Standardantworten auf die Standardfragen “Wie kommt man auf solche Texte?”, “Wie kamst du zum Poetry Slam?”, “Wie lang brauchst du, um sowas auswändig zu lernen?” und “Hast du damit gerechnet, zu gewinnen?”. Bei der letzten Frage kam ich glaub ich recht arrogant rüber. Tja. Immerhin wurde ich nicht wie manch anderer gefragt “Bist du aufgeregt?” und “Was ist ein Slammer?”

Zusammenfassung Aschaffenburg: 2:0 für Ritter. 2 Mal da gewesen, 2 Mal gewonnen. Mein neuer Lieblingsslam!!

Werde jetzt mal versuchen, mir eine heiße Zitrone beim Zimmerservice zu bestellen.

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3 Gedanken zu “Reisetagebuch: Aschaffenburg, Dichterschlacht

  1. Pingback: Reisetagebuch: Aachen, Satznachvorn « The Christian Ritter Blog

Meine wichtige Meinung hierzu:

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