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Bevor ich das wieder vergesse, ich glaube ich habe einen neuen Standard-Anmach-Spruch erfunden. Wenns ihn schon gibt, bin ich böse. Auf die Menschheit. Hier die Anleitung:
Du: Ich glaube, wir kennen uns.
Er/sie/es: Äääh, nein!
Du: Wusstest du schon, dass ich in die Zukunft sehen kann?
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Geiles Ding, wa?
Das Telefon klingelt. Ich wache auf. Hoffentlich ist es wichtig. Horst Thieme fragt, ob ich in Augsburg mein Fahrtgeld bekommen hätte. Ja, sage ich will ich sagen. Was herauskommt ist nicht mehr als atmosphärisches Rauschen. Ich habe meine Stimme in Zürich verloren.
In Zürich, beim SLAM2008. Beim (das sagt sich einen Tag danach immer ganz leicht) perfektesten, bestorganisiertesten, hervorragendsten, größten, schönsten, geilsten, entspanntesten und objektiv bestbesuchtesten National Slam, an dem ich jeeeemals teilgenommen habe (es war mein fünfter).
Teilgenommen habe ich genaugenommen nur recht kurz. Erst mal habe ich 2 Tage lang bei gelöster Stimmung auf meine Vorrunde gewartet, dabei die Poetry Lounge zu meinem Wohnzimmer und die Slammer zu meinen Freunden gemacht, sofern sie es nicht schon waren. Hatte schon fast verdrängt, dass ich ja auch noch in diesem Wettbewerb mitmischen wollte. Wie großartig die 4 Tage an sich waren, was hier und da auf welcher der Bühnen und dahinter geschah, ist an vielen vielen vielen vielen und noch mehr Stellen nachzulesen. Hinzufügen kann ich dem, dass ich keinerlei Anreiz verspürte, die bestimmt beeindruckend schöne Stadt Zürich zu erkunden und meine Zeit ausschließlich im Schiffbau und in unserer Herberge zugebracht habe. War einfach so dolle – und wenn einem mal der Gesprächspartner ausging, musste man sich nur umdrehen. Und nun weg mit der Euphorie und zu meiner Vorrunde:
Da ich letztes Jahr in Berlin im Halbfinale stand, wollte ich das natürlich diesmal auch erreichen. Die Voraussetzungen hätten nach der Auslosung nicht besser sein können. (mehr…)
Das war mal ein Wochenende! Ich habe mich erst vor wenigen Stunden davon erholt, denn es hat Spuren hinterlassen. Unappetitliche Spuren, auf die nicht weiter eingegangen werden muss – und die aus Ungereimtheiten im Magen-Darm-Trakt hervorgingen. Anscheinend hat es so ziemlich jeden erwischt, mit dem ich Samstag Nacht durch Augsburg gezogen bin. Pünktlich zur Abreise nach Zürich, in 12 Stunden, habe ich mich so ziemlich erholt. Nochmal auf Anfang:
Freitag war Slam in Augsburg. Nicht wie gewohnt in der Kresslesmühle, sondern im Rathaus. Im Sitzungssaal des Stadtrats sogar. Wir Slammer saßen auf der Regierungsbank dem Publikum gegenüber, was auch mal eine ganz neue Erfahrung war und mein Interesse für Politik einen Hauch gesteigert hat.
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Ich habe vor, mit dem ICE von Aschaffenburg nach Köln zu fahren, setze diesen Plan auch in die Tat um. Kurz vor Abfahrt kaufe ich mir das Reiseproviant zusammen, also Brötchen, Fanta und SZ. Auf dem Bahnsteig wird schon die Abfahrt ausgerufen, ich hüpfe in den Zug und durchquere ein Erste-Klasse-Abteil. An dessen Ende stoße ich auf eine Bahnbedienstete. Die Zeitung halte ich noch immer in der Hand. Sie wird auf mich aufmerksam.
Sie: Zeitung?
Ich: Bitte?
Sie: Zeitung?
Ich: Ja, das ist eine Zeitung.
Sie: Ist das Ihre?
Ich: Ähm, ja.
Sie schaut äußerst skeptisch. Ich habe keine Ahnung worauf sie hinaus will. Deshalb… (mehr…)
Ich bin sowas von im zeitlichen Verzug. Seit dem letzen Eintrag habe ich schon 3 Slams erlebt. Aber knüpfen wir mal chronologisch und in aller Kürze an:
Als ich Freitag in Aschaffenburg um Punkt 11 Uhr von der Putzfrau geweckt wurde („Oh, Entschuldigung, Sie schlafen ja noch.“) fühlte ich mich voll des Tatendrangs und beschloss, sobald als möglich Richtung NRW aufzubrechen. Nach dem nachmittäglichen Check-In in Köln und der Assimilierung an die rheinische Lebensart (Kölsch) wurde nach Aachen zum Slam aufgebrochen.
Nach einem kleinen Wegfindungsirrtum fand ich mich auch gegen 20.30 Uhr in der Raststätte ein, fast gleichzeitig startete der Slam. Alte Bekanntschaften, nämlich die mit Anke Fuchs und Florien Cieslik, wurden flott aufgefrischt und schon konnte es los gehen. (mehr…)



