The Christian Ritter Blog


Die Kanzlerin direkt – das Trinkspiel

Was waren das noch für Zeiten, als man damals in Jugendjahren hinter einer Flasche Jägermeister zusammensaß und sich zu Weihnachten Sissi anschaute. Jeder hatte einen Zettel auf der Stirn kleben, auf dem der Name eines der Filmcharaktere stand, oder ein Sissi-naher Begriff. Wurde das Wort auf der Stirn ausgesprochen, musste man einen heben. So waren bei einem typischen Dialog wie

„Franz, lass uns nach Ungarn reisen. Ich möchte ausreiten.“

„Aber Sissi, du tuberkulöses Ding, wir waren doch vorgestern erst in Ungarn. Ich möchte jetzt wieder eine Weile in Österreich regieren. Schließlich sind wir Kaiser und Kaiserin dieses unseren wunderschönen Landes.“

sowohl „Franz“, „Sissi“, „Österreich“, „Ungarn“, „Kaiser“ und „Kaiserin“, im Zweifelsfall auch der „Regent“ oder mit anderen Worten: der ganze Tisch auf einmal mit stürzen dran. Dass derartige Sätze nicht gerade selten fielen, machte den besonderen Reiz des Spiels aus.

Ein Trinkspiel dieser Natur lässt sich wunderbar mit jeglichem Filmmaterial durchführen, bei dem es zu erwartbaren Aussagen oder Handlungen kommt. Etwa bei Barbara Salesch („Ordnungsgeld“), Verbotene Liebe („Wir sind verwandt??“, Liquid Ecstasy ins Glas schütten) oder Domian („pervers“).

Sehr gut geeignet erscheint mir dazu auch der Vodcast von Angela Merkel, in welchem uns die Kanzlerin direkt beweist, wie überschaubar das uckermärkische Repertoire an gestischer Untermalung doch ist.

Da hätten wir beispielsweise den motivierenden Doppeldaumen,


die energische Faust, (mehr…)



Merkwürdige Dialoge (9)
22. August 2008, 9:42
Gespeichert unter: Merkwürdige Dialoge

Wir, ein Trinkkumpan und ich, sitzen rauchenderweise im Eingangsbereich einer Bamberger Kneipe und schauen die Leute an.
Ein androgynes Wesen erregt unsere Aufmerksamkeit.

Ich: Kuck dir den an!
Er: Die meinste wohl.
Ich beäuge sie/ihn kritisch.
Ich: Meinste wirklich?
Er: Diese Gesichtszüge – eindeutig weiblich. Und die langen Haare.
Ich: Aber in der Hose hat er vorne ne Beule.
Er: Das ist ne Falte, die liegt halt ungünstig.
Ich: Quatsch!
Er:
Ich: Beule!
Er: Falte!
Ich: Beule!
Er:
Ich: Wollen wir ihn mal fragen?
Er: Egal, wie die Antwort ausfällt, es kann nur peinlich werden.
Ich:
Er: Lassen wir’s?
Ich: Lassen wir’s.



Historische Aussagen in neuem Kontext (3)
17. August 2008, 10:00
Gespeichert unter: VerCOMICt



Anzeichen von Vernerdung
14. August 2008, 12:51
Gespeichert unter: Everyday Weird

Ein Nachtfalter hat es sich eben auf meinem Bildschirm gemütlich gemacht.

Was mache ich im Affekt dagagen? Einen Screenshot!



24
10. August 2008, 9:39
Gespeichert unter: Buch, Poetry Slam

„Warum ist hier in letzter Zeit eigentlich so wenig los?“, fragt Gisbert H. aus N. per Telegramm.

Keine Sorge, das wird auch noch eine Weile so bleiben. Schließlich ist grade Sommerpause, sowohl was den Slam- als auch den Unibetrieb betrifft, ich lerne fleißig für eine der Diplomprüfungen und schreibe noch fleißiger an meiner Diplomarbeit herum (Thema: Interessenkonflikt im dualen Rundfunksystem angesichts des Entwurfs zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag / Conflict of interests in the German dual broadcasting system facing the draft for the 12th modulation of the Interstate Treaty on Broadcasting).

Heute allerdings gabs mal wieder einen Auftritt und – was soll ich sagen? – ich müsste lange nachdenken, um einen passenden Vergleich zu finden, und dazu habe ich grade keine Lust. Auf die Schnelle vielleicht: Es ist, wie wenn man hunderte Kilometer im indischen Ozean schwimmt und schließlich eine rettende Insel mit einem Schnitzel mit Pommes und einem Fass Bier drauf findet. (mehr…)