Egomania // Christian Ritter


Ein Schiff wird kommen
Mai 31, 2008, 3:00 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Poetry Slam

Gehen wir davon aus, dass morgen gegen 23 Uhr das Ergebnis des Frankenslams feststeht, so bin ich noch für 32 Stunden amtierender Frankenchampion. Ich werde es genießen, indem ich Mediennutzungsdaten auswerte.

Für den Fall, dass es mit der Titelverteidigung nicht klappen sollte, habe ich mich mittlerweile ja zum “Sophisticated Artist” ernennen lassen, um neben dem Goldenen Zipfel immer eine zweite Auszeichnung zu haben, man gewöhnt sich halt so schnell dran.
Is ja auch doof, wenn man so im tagtäglichen Smalltalk immer mal wieder gefragt wird “Mit welchen Preisen bist du eigentlich ausgezeichnet?” und dann nur einen nennen kann. Das kommt mir nicht ins Trophäenregal!

Außerdem: Wer möchte sich schon, wie sich Erlangen das wohl ausgedacht hat, “Frampion” nennen lassen? Die Bezeichnung an sich ist schon schlimm. Erinnert doch sehr an an eine exotische Pilzsorte.
Und da wahrscheinlich kein männlicher Solostarter gewinnen wird, wird morgen Abend entweder Clara Nielsen zur “Frampioness” gekürt oder die tExtremisten bennen sich um in “The Frampions”, geben ihrem zweiten Album den Titel “Bigger than Ritter” und gehen mit ihren 3 Texten auf Welttournee, die auf dem Platz des himmlischen Friedens ein unvorhergesehenes Ende nimmt. Ist doch alles nix.

Vielleicht wäre es also für alle das Beste, wenn einfach wieder ich …



Shopping, yeah
Mai 30, 2008, 1:26 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Everyday Weird

Was ich mir heute alles gekauft habe:

  • ein Fitnessbrötchen mit Putenwurst und Eiern

  • einen Multivitaminsaft mit 100 Prozent Frucht

  • Marlboro Menthol lights white (wegen Sommer)

  • ne kurze Hose

  • ein Hemd, das aussieht wie ne Tischdecke

  • noch ne kurze Hose

  • ein Paar Boxershorts, kariert, mit Eingriff

  • Flip Flops mit Blumen drauf

  • ein goldenes Fahrrad



    The Workshopper
    Mai 27, 2008, 1:50 Uhr nachmittags
    Gespeichert unter: Poetry Slam

    Heute hat meine x-te Zusatzkarriere begonnen: Slam-Workshops geben. Bislang lief es optimal, mal davon abgesehen, dass eigentlich viel zu wenig Zeit zur Verfügung steht. Das muss sich ändern - und wird sich ändern. Diverse Workshops in naher Zukunft sind in Aussicht. Was leidet darunter wohl? Richtig! Studium, Prüfungen und Diplomarbeit.

    Als multifunktionales, flexibles, effizientes, ortsungebundenes, omnipotentes Allroundgerät (hallo, lieber zukünftige Arbeitgeber!) krieg ich das aber alles lockerst hin, mit links und im Kopfstand.

    Nur eines sollte ich mir noch angewöhnen: Nicht erst um 7 ins Bett gehen, wenn um 10 der Workshop anfängt.
    Morgen sogar schon um 8 …
    Gute Nacht!



    Anti-Nazi-Truck
    Mai 24, 2008, 2:35 Uhr vormittags
    Gespeichert unter: Everyday Weird, Poetry Slam | Schlagworte: , , ,

    11 Uhr Gabelmoo Bamberg.
    Fahne und Texte gegen rechts zeigen!!!

    Hach, liebes Blog, das war ein aufregender Tag. Wegen nächtlicher Turbulenzen kam ich erst um 8 heute Morgen ins Bett und habe bis 16 Uhr geschlafen. Dann flugs in die Uni, denn ich war “Gastdozent” im Slam-Seminar, das der Lehrstuhl Deutsch-Didaktik abhält. Da vier Texte gelesen und ein paar Fragen beantwortet.
    Um halb 8 war dann Vorbesprechung für die zweite Auflage unseres Theaterstücks “Der Präsident bittet zur Pressekonferenz”, inklusive Teil 2, Premiere am 28. Juni.
    Um halb 9 gabs Braten und Knödel bei Annika mit netten Menschen und Bier und viel Gelächter.
    Um 23 Uhr hat sich das Ensemble rund um Hauptdarsteller Casjen Ohnesorge (als Präsident) dann in meiner WG zum Proben getroffen. Das ging bis grade eben.
    Jetzt sitze ich da und passe meine Texte der baldigen Vortragssituation an. Wie die Überschriften schon vermuten lassen, nehme ich Platz auf dem Anti-Nazi-Truck, der um 11 Uhr am Gabelmoo losfährt. Heute ist NPD-Parteitag in Bamberg und da wird heftigst dagegen angeslammt und angemusiziert. Kommt vorbei, Freunde der Demokratie!

    Gewaltfrei und Spaß dabei! Worte können schwerer treffen als Schläge!



    Amazonigst
    Mai 18, 2008, 8:22 Uhr vormittags
    Gespeichert unter: Buch, Medialala

    Eigentlich wollte ich (und wenn ich ich sage, meine ich mein Buch) nie auf amazon erhältlich sein, weil ich mir habe erzählen lassen, wie Kleinverlage von denen abgezockt werden. Der Peter Hellmund Verlag, in dem mein Buch erscheint, fällt ja wohl in diese Kategorie. Ich hatte Peter auch schon mal gebeten, einen Gastbeitrag zu schreiben: “Warum es halbneu nicht bei amazon gibt und warum das gut ist”. Wurde aber nix draus.

    Jedenfalls war ich eben überrascht, als ich beim täglichen Egogoogeln festgestellt habe, dass es mich nun doch bei amazon gibt. Warum auch immer. Wenn es nun schon mal so ist und das hier jemand liest, der auch schon mein Buch gelesen hat wäre es doch ganz nett, da mal ne wohlwollende (oder ehrliche (im besten Fall beides zugleich)) Rezension dazuzuklatschen. Die Seite sieht noch so jungfräulich aus. Danke!



    Ja!
    Mai 16, 2008, 8:31 Uhr nachmittags
    Gespeichert unter: Everyday Weird

    Bei jeder zweiten Hochzeit, die man so im Fernsehen oder im Kino sieht, überlegt es sich die Braut noch kurzfristig anders, lüftet, statt “ja” zu sagen, den Schleier und sagt stattdessen lieber “Ich kann das nicht!”, rennt aus der Kirche und fährt mit dem bereitstehenden Motorrad zu einem Tötowierten mit wallendem blonden Haupthaar, den sie am Abend zuvor in einer Bar kennengelernt hat, und segelt mit ihm auf den offenen Ozean hinaus, ununterbrochen den Geschlechtsakt vollziehend.

    Ich hoffe mal, dass meine Schwester nicht gerade in einer Bar herumsitzt, denn es ist der Abend davor. Morgen kommt die Haube drauf. Meine Aufgabe: nen schicken Anzug anziehen und in der Kirche die Lesung slammen. Die Vorlage ließ zu wünschen übrig, also hab ich sie etwas gepimpt. Bin mir sicher, dass es den Pfarrer vor Freude aus den Latschen hauen wird, Brüder und Schwestern im Herrn.



    Zehn Dutzend Bilder vom Würzburger Slam
    Mai 12, 2008, 9:09 Uhr nachmittags
    Gespeichert unter: Poetry Slam

    Die Überschrift ist total übertrieben, es sind nämlich nur 118 Bilder. Wie kommen wir in den Genuss? Claudia war da, beim Highlander letzten Sonntag, Claudia, die keinen Schäferhund hat und der berüchtigte Slamaniac ist. Sie war Poetenfee und hat fotografiert und ich wünschte mir, ich wäre “damals” schon so schön braun (rötlich) im Gesicht gewesen wie jetzt. Fahrradtour olé!

    Anschauen kann man sich die visuellen Meisterwerke in Claudias Fotoatelier.



    Indiz für Sommer
    Mai 5, 2008, 10:25 Uhr nachmittags
    Gespeichert unter: Everyday Weird

    Kaum ists mal ein paar Tage warm, schon bricht die Plage aus: Man hat den halben Tag das Fenster offen und dann kommen diese Viecher reingeflogen. Ich hab sie noch nicht mal gesehen, aber seit etwa zwei Stunden macht es in den verschidensten Winkeln meines geräumigen Zimmers <bssss>, <khrks> und <ploing>, wenn die Dinger gegen die Lampe fliegen.

    Da wirds wohl heute Nacht einige fröhliche Kammerjägerspiele geben. Die stabile Posterröhre aus Hartkarton kommt da gerne zum Einsatz, Deo und Feuerzeug stehen ebenso bereit. Bücher hab ich dank Diplomarbeit auch genügend hier rumliegen. Das macht am meisten Spaß: In nächtlicher Dunkelheit eine einzelne Lichtquelle auf ein aufgeschlagenes Buch (in der Hand) richten und wenn sich das instinktgesteuerte und lichtgeile Insekt draufsetzt - klapp! Ach ja, was wäre das Leben ohne Bücher …