Bye Bye, Bye Bye
Grüße an Wolf Hogekamp und auf Wiedersehen für das Wochenende!
Zum ersten Mal dieses Jahr zieht es mich zurück in die Urheimat, das Liebliche Taubertal.
Auf dem Programm steht ein “Pokerabend nur für Männer” (wie es sich gehört) am Freitag, womöglich ein Meet&Greet mit AbikollegInnen (Abi 2002 rules!) am Samstag und schließlich gehts am geheiligten Sonntag (auch zum ersten Mal dieses Jahr (nur dieses?)) in die Kirche zur Kommunion meiner Cousine.
In diesem weitestgehend unergründeten Landstrich (”Badisch Sibirien”), gibts zum Großteil noch nicht mal DSL. Ab ins Offlinewochenende …
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AAAARGH, UMPF, NÄÄG, NICH, GRRRML!!!
Etwa diese Laute musste ich vorhin von mir geben, als ich Kerner angeguckt habe und die Gesprächsrunde um Grinsebert Bastian Sick und Wolf Schneider auf das Thema “vermeidbare Anglizismen in der deutschen Sprache” kam.
Ich wusste genau, was die beiden gleich von sich geben würden und schämte mich schon im Voraus dafür fremd.
In gefühlten 30 Rhetorikseminaren, Seminaren zur politischen Bildung im Zivildienst und sprachwissenschaftlichen Veranstaltungen in der Uni habe ich die beiden lustigen Paradebeispiele schon um die Ohren getönt bekommen. Daneben etwa genauso oft in “gut recherchierten” Artikeln gelesen.
“Die Leute glauben ja, dass”, heißt es dann immer als Einleitung. So natürlich auch diesmal.
(”Die Leute” im Sinne von “die Dummen, die grade die Privaten gucken”.)
Und dann gehts los.
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Hups, das war ja heute: In einer Viertelstunde wird auf dem WDR meine Folge aus der ersten Slam-Staffel wiederholt. Anschauen!!
Altherrenpose
Mein Opa läuft gelegentlich auch so herum. Beobachtet habe ich die Pose auch bei Besitzern mittelständischer Unternehmen gesetzteren Alters, die über Fachmessen flanieren und mit herrschaftlichem Blick Neuheiten und alle unter 40 herabwürdigen. Aufrechtesten Ganges versteht sich, denn diesen verursacht die stützende Hand im Rücken - bei der Altherrenpose. Beim Forchheimer Slam hat Dieter G. auf der Bühne vorgeführt, wie’s geht. Aus der Backstageperspektive sah das recht eindrucksvoll aus:
Wissen macht Oh! Im alten Ägypten wurde den Sklaven die linke Hand auf den Rücken gebunden, damit sie ihre Herren nicht beim Einschenken vergiften konnten. Im Grunde ist die Situation noch heute die gleiche, wenn man in vornehmen Restaurants bedient wird. Der kurzfristige Versuch, in den 1960ern in den USA eine Boxliga zu installieren, bei deren Kämpfen ein Arm auf den Rücken gebunden wird, scheiterte kläglich. Nach Vietnam nahm die Liga überraschend wieder ihren Betrieb auf - ohne Seile.
Aufforderung zum Tanz
Keine Lust aufzustehen?
NEIN! JA!
Lust auf Frühstück?
NEIN!
Lust auf Frucht?
NEIN!
Lust auf Schwartau Extra?
NEIN! Das schon gar nicht!
Lust auf Kaffee?
Schon eher.
Lust auf frische Luft?
Lässt sich schlecht vermeiden. Bei meinen dicht schließenden Fenstern.
Lust auf bloggen?
Zunehmend weniger. Vielleicht mal wieder, wenn irgendwas kommentiert wird.
Faules Leserpack!
Erkenntnis des Tages
Wenn man eh nicht so gut drauf ist, macht es wenig Sinn, sich Sigur Rós in der Dauerschleife anzuhören.
(Bin übrigens wieder in Bamberg. Kann auch damit zu tun haben.)
Köln
Hier darf man im Internetcafé noch rauchen - schön!
Das Frühstück im Hotel habe ich eben verpennt. Der Portier machte mich darauf aufmerksam, indem er mich mich “Frühstück verpennt!” begrüßte. Ein netter Mann! Die Alternative Burger King stellte sich als nicht allzu zuträglich für mein Befinden heraus. Habe weder Käse noch Fleisch aus dem Cheeseburger herausgeschmeckt, eher Kupfer, und musste vier Minuten lang auf die drei Gabeln Salat als Beilage warten. Jetzt ist mir erst recht schlecht.
Die Aufzeichnungen gestern Abend habe ich rein subjektiv als sehr angenehm empfunden - darüber hinaus hülle ich mich in mysteriöses Schweigen. Die Afterslamparty hat gerockt und ich will dringend wieder ins Bett. Blöderweise ist das exakt 394 Kilometer weit weg - laut Routenplaner. Brauche Kaffee …
Im Fernsehen (ich)
Um heute Abend bei der Aufzeichnung des WDR-Slams eine gute Figur zu machen, hab ich mir grade eine Flasche Rotwein reingepfiffen. Wirkt vielleicht etwas kontraproduktiv, hilft aber, um mal früher als um 5 Uhr ins Bett zu kommen. Ich fühle mich also top vorbereitet, nachdem ich den Text heute etwa 50 Mal geprobt habe, gehe gleich ins Bett und gegen 10 Uhr zum Bahnhof, weil noch zwei zusätzliche Stunden Vorschlafen im Hotel in Köln fest eingeplant sind.
Dann das Übliche, was wir Slammedienprofis längst gewohnt sind: Vier Stunden früher da sein, eine Minute Licht- und Kameraprobe auf der Bühne, Catering, Bier, Gespräche, Rumtigern, Nervössein, irgendwelchen Hyperaktiven beim Beatboxen zuhören, Pseudophilosophisches in die Kameras von Backstagereportern aufsagen, die Augenringe überschminken lassen, ganz viel rauchen und dann geht’s auch schon los.
Was ich offiziell noch gar nicht weiß: Ich starte in der ersten von drei Aufzeichnungen, auf letzter Position. Das ist der Traumstartplatz des Abends! Weniger traumhaft ist Sebastian23 - also nicht generell, aber in meiner Runde.
Hätte ich mich nicht betrunken, könnte ich vor Vorfreude und Aufregung kaum einschlafen. Es war ein guter Plan!