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Kommt ein Mann zum Arzt.
Sagt der Mann: Herr Doktor, kann ich nicht richtig sprechen.
Sagt der Arzt: Sind Sie gerade in einem Witz.
Fragt der Mann: Ist das heilbar?
Antwortet der Arzt: Ist das Inversion.
Schmeißt sich der Mann auf den Boden und weint. Will der Arzt ihn trösten.
Sagt der Arzt: In Version zwei des Witzes wird alles besser.
Hört der Mann auf zu weinen, steht der Mann auf.
Sagt der Mann: Ist das nicht lustig.
Ein Mann kommt zum Arzt.
Der Mann sagt: Herr Doktor, ich kann nicht richtig sprechen.
Der Arzt fragt: Fanden Sie die erste Version nicht doch besser?
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Es gibt eine Neue Rubrik!
Ich habe die letzten Tage über mein Zimmer aufgeräumt und da fiel mir ein Stapel Papier mit schon verloren geglaubten, teils angerußten Texten und Fragmenten in die Hände. Unter anderem solch edle Stücke wie „Wie ich gemeinsam mit Patrick Lindner meinen jugendlichen Körper erforschte. Oder: Der kleine Trompeter“ aus dem Jahre 2004, in dem die Volksmusikszene eine gewichtige Rolle spielt.
Aber auch vieles vieles andere, das digital nur noch auf der geschredderten Ex-Festplatte existierte, tauchte auf. Unikate, teils handschriftlich, teils mit primitiven Gerätschaften ausgedruckt.
Kurzum: In der neuen Rubrik SOOTS präsentiere ich diese fast historischen Fundstücke, deren Stil ebenso wie ihr Anspruch stark variiert.
Straight Out Of The Schublade!
Gleich geht’s los.
Lieber Bastian Sick,
ich bin, gelinde gesagt, schockiert. Dass Ihnen, der Inkarnation der Sprachprüderie und -pedanterie, gerade in Ihrem Hauptberufsfeld, der Knausrigkeit im Umgang mit unser aller Rechtschreibung, Ihrem liebsten Kinde, ein Fehler unterlaufen könnte, nein, das hätte ich mir nicht zu träumen gewagt. Vollmundig verkünden Sie in jede Kamera und auf jedes Papier, das Ihnen unter die Finger kommt, dass ja eigentlich „Sick“ nicht englisch-krank ausgesprochen wird, sondern wegen dem Dehnungs-c … et cetera. Und dann passiert Ihnen SO ETWAS!?
Versetzte ich mich in Ihre Lage, so stellte das, was ich heute sowohl im KulturSpiegel als auch auf SpiegelOnline lesen musste, einen Super-GAU dar, der nach einer Entschuldigung an all Ihre Ihnen sprachgläubigen Jünger schreit, die nun Gefahr laufen, sich von Ihnen abzuwenden. Zunächst aber schreit es mal nach Korrektur. Es geht um folgenden Absatz:
Eben lief die letzte Sendung der zweiten Staffel des WDR Poetry Slams. Ich öffnete mir ein leckeres Malzbier, setzte mich brav vor den Fernseher und sah zu. Dann bekam ich etwas Angst:
In nicht mal zwei Wochen werde ich auch wieder da sitzen, von 14 Kameras umringt, und mir eine Frage von „Gentlemanboxer“ Jörg Thadeusz stellen lassen dürfen, bevor ich auf die Bühne darf. Auf den Auftritt kann man sollte man sich ganz gut vorbereiten, aber auf DIESES GEFRAGE …
Wenn wieder jemand rumschnipselt und das bei YouTube einstellt und wir wieder so aneinander vorbeireden wie beim letzten Mal – das hinterlässt ja auch Eindruck. Aber ich hätte da ne Lösung:
Da ja zumeist irgendwas zur Sprache kommt, was im Internet auffindbar ist, schlage ich vor, liebe WDR-Informationsbeschaffer, eine der folgenden Fragen auszuwählen:
- „Mensch, Christian, jetzt hast du schon dein zweites Buch geschrieben!?“
- „Und, wie geht’s so? Fühlst du dich wohl?“
- „Ich hab mal in deinen Blog geschaut, war fasziniert, und da fiel mir auf …“
- „Möchtest du dir selbst eine Frage stellen? Oder mir?“
Deal or No Deal?
Gestern war ich on Tour im Freistaat. Sie endete in Landshut beim dortigen Poetry Slam.
Die Nacht zuvor hatte ich darauf verwendet, den neuen Text „Das Böse in meinem Keller“ a.k.a. „Wilfried“ auszubauen, überzubügeln und besser zu chronologisieren. Endlich mal wieder ein Winner-Text. Wie lange musste ich darauf warten?
Das kleine Theater hat seinen Namen zurecht, denn zunächst habe ich es nicht gefunden. Punkt 20 Uhr hat mich Heiner dann herbeitelefoniert, ich war schon zehn Minuten im Umkreis von 50 Meter suchend umhergeirrt. Die Größe des Theaters war für die herbeigeströmten Massen auch nur zwingend ausreichend. Anders gesagt: Das Ding war proppevoll.
In „Das Böse in meinem Keller“ geht es darum, dass alles Übel der Menschheit auf nur eine einzige Person zurückzuführen ist, Wilfried ist quasi der Antichrist, der von Anfang an die Fäden in der Hand hat, straight ahead auf die Apokalypse zusteuert (und momentan in meinem Keller wohnt).

