CHRISTIAN RITTER ist Poetry Slammer, Moderator, Student, auf Zack, aufmerksamkeitsbedürftig, einssechsundsiebzig, vielfacher zweifacher Buchautor, nett, und lieber Ego als Emo.
Dezember 27, 2007, 10:43 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Merkwürdige Dialoge
Vor ein paar Tagen auf dem Weihnachtsmarkt. Stehe mit einer Kommilitonin glühweintrinkend und sichtbar atmend am Stehtischchen und erzähle ihr aufregende Dinge. Sie hört mir gar nicht zu. Glotzt stattdessen wie ein Auto an mir vorbei.
Ich: Hey, das ist sehr interessant, was ich da sage. Sie: Ssssht! Ich: Was ist denn los? Sie: Der Typ da hinter dir. Da ist ne richtig geile Sau. Ich: … Sie: *schmacht* Ich: Hast du nicht nen Freund? Sie: Ja. Ich: … Sie: Aber der Typ, das ist die Endstufe von meinem Freund.
Die nächsten Tage über, “zwischen den Jahren” (Zitat Lieschen Müller) kann es hier recht still werden. Der Laptop wird ausgestöpselt, ich bin durchgängig aushäusig, voraussichtlich in Berlin, Stuttgart, Köln und natürlich im geliebten Lieblichen Taubertal, vielleicht auch mal ein, zwei Tage in Bamberg.
Für das neue Jahr fasse ich keine Vorsätze, aber für die nächsten Tage (die zwischen den Jahren, L.M.), in denen ich, sollte Zeit vorhanden sein, zwei grandiose neue Texte verfassen werde, die mich auf magischen Schwingen durch das Slamjahr 2008 tragen werden. Es wird um große Themen gehen: Tennis und Wasser. (mehr…)
Mal wieder eine neue Erfahrung gemacht, gestern: An zweiter Position beim Nürnberger Slam gestartet und sofort deutlichen Punkterückstand geerntet. Keine Aussicht mehr auf Finale. Wobei mein Antritts- so manchen Schlussapplaus geschlagen hätte (meinen eigenen um Längen), aber das wurde leider nicht mit einberechnet. Zu diesem frühen Zeitpunkt dachte ich noch, die Jury würde tatsächlich irgendwie abwägen und sei ernst zu nehmen. Aber die waren alle nur betrunken, wie man rückblickend mit Gewissheit sagen kann.
Nun gut, hab mich relativ schnell an die überraschende Situation gewöhnt und meine Trauer über mein Ausscheiden verarbeitet, indem ich mehr Bücher als üblich verkauft habe. Auch ne Lösung. Außerdem fiel dem großen Favoritensterben auch Kollege Lange zum Opfer. (mehr…)
Dezember 19, 2007, 4:39 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Buch, Poetry Slam, Poker
geworden bin ich gestern Nacht. Gegen 4 Uhr früh haben sich meine Mitbewohner in ihre Zimmer verzogen und ich dachte so “och, bin noch gar nicht müde, da könnte ich mal wieder ein bisschen Geld beim Online-Poker einzahlen”. Gedacht, getan. Die Summe möchte ich nicht nennen, aber ich hab die Kohle gestern Nacht vervierfacht.
Nun, nachdem heute der Bamberger Slam ohne klaren Sieger (der Felix Brenner gewesen wäre) zu Ende gegangen ist und sich zudem niemand feierwillig gezeigt hat (ob das wohl was damit zu tun hatte, dass wir alle gewonnen haben? Wer soll denn da was ausgeben?) blieb mir eigentlich nix anderes übrig. Was soll ich denn als attraktiver, erfolgreicher Single, der erst wieder um 18 Uhr in die Uni muss, machen? Seit 2 Stunden bin ich wieder voll im Spielrausch, hab meinen Einsatz verdoppelt gerade verdreifacht und will aber eigentlich nur ins Bett. Nur schaffe ich das nicht. Könnten ja noch AA kommen oder so. Deshalb lenke ich mich während der Hände, die ich aussetze, mit Blogeinträgen ab.
Gut, wenn die Sache so weiter läuft, ist daran nix auszusetzen, aber wenn dann mal wieder das große Verlieren einsetzt, bin ich richtig schlecht drauf. Da wollte ich nur mal alle vorwarnen. Und nebenbei noch bestätigen, dass mein Text “Ritter, angenehm” stellenweise durchaus ernst zu nehmen ist.
Ich neige zur Spielsucht, Poker, Sportwetten und Greifarmautomaten. Ich mag das Geräusch, das entsteht, wenn ein Nachtfalter direkt in eine Glühbirne fliegt …
Man braucht halt diverse Süchte, sonst macht das ganze doch gar keinen Spaß.
Außerdem sind die Weihnachtsgeschenke jetzt bezahlt.
Dezember 17, 2007, 11:50 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Filmchen
Eigentlich sollte dieses Blog nicht zu einem IchschreibüberjedenScheiß-Instrument verkommen. In erster Linie geht es um das künstlerische Schaffen, das Gesamtwerk und die Auftritte von MOI (was ja beeindruckend genug ist).
Nun wurde mir aber ein Video zugespielt, auf dem unser Pragurlaub dokumentiert ist. Ziemlich gute Qualität. Mit dem Mobiltelefon gedreht UND geschnitten!! Dazu nur Nachtaufnahmen. Warum? Einer der Mitreisenden hatte zwar eine hochwertige Videokamera dabei, ließ sie aber aus Angst vor den allgegenwärtigen Gaunern permanent im Hotelzimmer zurück.
PS: Die Auslassungen machen einen Text oft erst interessant. Glaube, bei einem Video ist das gar nicht so. Entschuldigung!
PPS: “Tschau”, zumindest phonetisch, ist laut der Aussage eines Barkeepers im Alternatiff-Club das von der Jugend bevorzugte tschechische Idiom für “Prost”.
Dezember 12, 2007, 9:24 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Blogosphäre
vom Internet und dem Blogzeugs. Hoffe auf eine Art Katharsis.
Ein spontan angesetzter Road-Trip in einem Auto, das schon nicht sehr vertrauenserweckend wirkt, wenn es einfach nur parkt, führt mich und drei Genossen nach Prag.
Eben mit Frank Gundermann telefoniert, der meinte: “Was bringst du dir aus Tschechien mit? Neue Zähne? Da kriegt man doch alles neuerdings.”
Na mal schauen, werde dann berichten (von der Brust-OP für 1000 Kronen oder was immer wir erleben werden).
Dezember 11, 2007, 10:22 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Medialala
Bin eben am Fernseher vorbeigelaufen. Drinnen hopste Michael Mittermaier, falls er so geschrieben wird, herum und erzählte was über Arschgeweihe.
Ganz spontan fielen mir 10 Dinge ein, die mir mehr Spaß machen, als da zuzusehen:
an die Decke starren
den Kühlschrank abtauen
meine Druckerpatrone nachfüllen
Fruchtfliegen töten
das Klima schützen
Nachrichten über Paris Hilton lesen (hui, ein Oxymoron)
aufs Klo gehen
Spinnenweben aus der Ecke saugen
eine Patenschaft für ein afrikanisches Kind ablehnen
Gut, ein Slam im eigentlichen Sinne war es in Ansbach nicht, es war ein Open Mic. Deshalb ließ ich mich auch nur überzeugen, mitzumachen, weil mir der Posten des Featured Poets angeboten wurden (neben Toby Hoffmann). Also mehr Zeit als der Rest, höhö. Dafür fehle ich auf den Bildern. Dumm gelaufen.